Westeuropäischer Servermarkt bricht ein

4. September 2012, 13:15
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In Westeuropa sanken die Server-Umsätze im Q2 um 15,4 Prozent. Noch brutaler sanken die Unix- und Mainframe-Umsätze.

In Westeuropa sanken die Server-Umsätze im Q2 um 15,4 Prozent. Noch brutaler sanken die Unix- und Mainframe-Umsätze.
Laut dem soeben veröffentlichten "EMEA Server Tracker" des IT-Marktforschers IDC war der Markt für Server in Europa im zweiten Quartal erneut rückläufig: Die Verkäufe im gesamten Raum EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) sanken im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent. Während die Nachfrage im Nahen Osten und in Afrika nur leicht schwächelte, registrierte IDC in Westeuropa einen regelrechten Einbruch.
Der Umsatz im zweiten Dreimonatsabschnitt betrug 3 Milliarden Dollar. Gesamthaft wurden 514'311 Rechner verkauft. Den grössten Teil machen nach wie vor Standard-Server (x86) aus, deren Umsatzvolumen im Jahresvergleich mit 3,5 (Value-Bereich) bis 4,9 Prozent (Volumensegment) nur leicht rückläufig war. Um markante 27,5 Prozent auf einen Umsatz von 860,3 Millionen Dollar sanken hingegen die Umsätze mit Servern im Nicht-x86-Segment. Im ersten Quartal war der Rückgang mit einem Minus von 28,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr allerdings noch stärker. Grund für den schwächeren Rückgang ist ein Anstieg der Nachfrage nach RISC-Unix-Systemen in Zentral- und Osteuropa, wo die Umsätze um 37,6 Prozent wuchsen.
Mainframe-Umsatz auf Talfahrt
In Westeuropa sanken die Umsätze verglichen mit 2011 um 15,4 Prozent. Zum Vergleich: Der Gesamtumsatz in Zentral- und Osteuropa wuchs um 6,9 Prozent. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die dadurch resultierende schwächere Nachfrage. Zusätzlich erlebt der Servermarkt auch eine strukturelle Veränderung, denn immer mehr Firmen entscheiden sich für x86-Server. Der Mainframe-Umsatz in Westeuropa sank um 36,5 Prozent, jener mit RISC-Unix-Servern um 31,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Mainframe-Bereich dürften allerdings viele Kunden allfällige Anschaffungen aufgeschoben haben, um auf die erst gerade lancierte neuste System-z-Generation von IBM zu warten.
Was die Hersteller betrifft, führt HP die Liste im Raum EMEA mit einem Marktanteil von nahezu 40 Prozent nach wie vor an. IBM folgt mit 27,2 Prozent, Dell mit 13,4 Prozent. Von den fünf grössten Serverherstellern konnte nur Dell im Jahresvergleich den Umsatz steigern. Oracle und Fujitsu kamen auf einen Marktanteil von 6,7 respektive 5 Prozent. (mim)

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