Wettrüsten der Kartendienste

12. März 2014, 14:18
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Google Maps hat bereits einen neuen Anstrich. Apple will mithalten.

Google Maps hat bereits einen neuen Anstrich. Apple will mithalten.
Seit kurzem hat Google einen überarbeiteten Kartendienst - auch in der Schweiz. Das Unternehmen hat den Landkarten ein neues Design verpasst. Dank Verwendung der Grafikschnittstelle WebGL bauen sich die Karten schneller auf und lassen sich besser scrollen und zoomen. Zudem erscheinen Fotos aus dem zu Google gehörenden Urlaubsfoto-Portal Panoramio, passend zur Suche, am unteren Bildschirmrand. Mit einem Pfeil wird angezeigt, wo dieses Foto geschossen wurde.
Vor allem wurden aber die Verkehrsberichte verbessert. Google Maps zeigt nun den Verkehr in Echtzeit. Somit kann der Nutzer schauen, wo es auf den Strassen zu Stau kommt oder ob sich ein Unfall ereignet hat. Per "Verkehr" wird die aktuelle Verkehrslage anhand von vier Abstufungen dargestellt. Zudem kann man per "Normale Verkehrslage" die voraussichtliche Lage für jeden beliebigen Wochentag und Uhrzeit anzeigen lassen.
Die Verkehrsinformationen des Kartendienstes werden mit der Plattform Waze ergänzt. Waze ist eine israelische Navigations-App, die Mitte letztes Jahr von Google gekauft wurde. Seit kurzem sind nun Verkehrsmeldungen von Waze in Google Maps für den Desktop, Android, iPhone und iPad integriert.
Zieht Apple nach?
Auch Google-Erzfeind Apple will offenbar seinen Kartendienst ausbauen. Bis dato war der Kartendienst des iPhone-Herstellers eher ein Flop. Der berühmteste Bug war wohl das Fehlen der Freiheitsstatue im Hafen von New York. Sogar der CEO Tim Cook höchstpersönlich hat sich für das Produkt bereits entschuldigt. Der Schlamassel soll nun aber ein Ende haben.
Gerüchtehalber heisst es, dass Apple an einem umfangreichen Karten-Upgrade arbeitet. Die Online-Seite '9to5Mac' will das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel im Logo eine bessere Datengrundlage schaffen. Natürlich soll auch das Design verbessert werden.
Aber ein grosser Punkt, neben den elementaren Daten, sei die Einführung von öffentlichen Verkehrsmitteln, schreibt '9to5Mac'. Anfänglich sollen die Informationen über Busse, Bahnen und U-Bahnen nur für grössere Städte in den USA zur Verfügung stehen, nach und nach dann auch in anderen Ländern. Auch eine Augmented-Reality-Funktion, durch die sich Nutzer bestimmte Orte anzeigen lassen können, sei geplant. Wie immer hat sich Apple zu diesem Gerücht nicht geäussert. (lvb)

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