Whitepaper soll Unsicherheiten bei DLT-Projekten ausräumen

7. September 2021, 13:27
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Die "4T-DLT-Initiative" von Digitalswitzerland zeigt Grundlagen für ein Distributed-Ledger-Ökosystem. Das Papier befasst sich mit technischen wie regulatorischen Fragen.

Die "4T-DLT-Initiative", die aus einem Innovationsprogramm von Digitalswitzerland hervorgegangen ist, hat ein Whitepaper zum Thema Distributed Ledger Technology (DLT) publiziert. Das ausführliche Papier soll die Schaffung eines vertrauenswürdigen DLT-Ökosystems der Schweiz vereinfachen.
Für die Arbeit am Whitepaper haben das Beratungsunternehmen MME und Swisscom Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht. Ziel sei es, laufende DTL-Initiativen zu fördern und gleichzeitig Kohärenz zwischen den verschiedenen Bereichen herzustellen, heisst es in einer Mitteilung. Man wolle ein offenes Repository für die technischen und rechtlichen Informationen, Definitionen und Standards schaffen. Denn die erfolgreiche Anwendung erfordere ein gemeinsames Verständnis von deren Grundlagen, sagt Luka Müller-Studer (MME), Co-Initiator von 4T-DLT.
Entstanden ist ein rund 80-seitiges Whitepaper. Mit dem darin skizzierten Ansatz solle das Schweizer Blockchain-Ökosystem weiter gestärkt werden, so Johannes Höhener, Swisscoms Fintech-Chef und Co-Initiator von 4T-DLT. Im Papier "werden die jüngsten Änderungen des Bundesgesetzes zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register berücksichtigt", fügt er an.

Whitepaper für Anwender, Berater und Behörden

Das Paper ist online als PDF verfügbar. Es befasse sich mit den "zentralen Säulen einer vertrauenswürdigen DLT-Infrastruktur", heisst es in der Mitteilung. Es solle für Anwender, Berater sowie Behörden eine Navigationshilfe bieten.
Dazu gehören laut der Mitteilung Aspekte wie Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen. Ein Kapitel befasst sich mit den Anforderungen an die (Inter)-Operabilität zwischen Protokollen. Das Paper definiert 10 Grundsätze, an die sich alle DLT-Schnittstellen halten sollen, um eine effektive, sichere und fehlerfreie Kommunikation zu erreichen. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie digitale Vermögenswerte im Rahmen von Selbst- und Fremdverwahrungslösungen zuverlässig und einfach aufbewahrt werden können. Hinzu kommt ein Überblick über die Regulierung von Verwahrungslösungen nach geltendem Schweizer Recht.
Ein weiteres Kapitel soll darlegen, wie die rechtssichere Übertragung von digitalen Vermögenswerten Peer-to-Peer sichergestellt werden kann. Ein Fokus liegt dabei insbesondere auf dem neuen Rechtskonzept rund um das Registerwertrecht, das im Rahmen der DLT-Gesetzesanpassungen Einzug ins Obligationenrecht gefunden hat. 

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