Widerstand gegen Outsourcing bei Novartis

20. September 2007, 09:32
  • politik & wirtschaft
  • novartis
  • outsourcing
image

Zirka 200 Angestellte von Novartis in der Schweiz sind von den Outsourcing-Plänen betroffen.

Zirka 200 Angestellte von Novartis in der Schweiz sind von den Outsourcing-Plänen betroffen.
Die Auslagerung mehrerer Prozesse beim Basler Pharmakonzern Novartis stösst bei den Mitarbeitenden auf Kritik. Wie heute die 'Basler Zeitung' berichtet, befürchten Arbeitnehmer-Vertreter, dass es zu Kündigungen kommt und dass sich die Anstellungsbedingungen für diejenigen Personen ändern, die zu externen Dienstleistungsfirmen wechseln müssen.
Wie bereits im vergangenen Februar bekannt wurde, plant Novartis Teile der Buchhaltung und des Einkaufs auszulagern. Damals hiess es, in der Schweiz wären maximal 20 Stellen davon betroffen. Gemäss 'baz' wird dieses Projekt intern "Maxima" genannt. Zusätzlich gibt es das Projekt "Best Structure", das ein Outsourcing von IT-Dienstleistungen an ein externes Unternehmen beinhaltet. Laut 'baz' wären in der Schweiz etwa 23 Personen von "Maxima" betroffen, bei "Best Structure" dürften es hingegen rund 180 Personen sein, die entweder ihre Beschäftigung oder den Arbeitgeber wechseln müssen. Bei Novartis seien Anstrengungen im Gange, für Betroffene neue Stellen zu finden.
Novartis-Sprecherin Carrie Scott wollte gegenüber inside-it.ch keine konkreten Angaben machen. Sie wies auf den hohen Kostendruck in der Pharmaindustrie - vor allem in Europa - hin. Deshalb müsse man neue Möglichkeiten finden, um die Produktivität zu steigern und Ressourcen freizumachen, die in die Medikamentenforschung investiert werden können. Verschiedene Prozesse und administrative Aufgaben, wie auch der globale IT-Infrastruktur-Support, müssten vereinfacht werden, sagt die Sprecherin. Es sei aber noch zu früh, um darüber Auskunft geben zu können. Wohin die Arbeitsplätze ausgelagert werden sollen, ist damit nicht klar. Novartis hatte bereits vor zwei Jahren den weltweiten IT-Support an Getronics ausgelagert.
Laut 'baz' findet in den nächsten Wochen ein Treffen zwischen einer Delegation europäischer Arbeitnehmervertreter und den Projektverantwortlichen statt. Novartis beschäftigt derzeit weltweit über 91'000 Mitarbeitende. Davon arbeiten um die 11'100 in Basel, Bern, Stein, Embrach, Cham, St-Aubin, Nyon und Locarno. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Meta spart und gibt sich optimistisch

Mark Zuckerberg kündigt ein "Jahr der Effizienz" an. Gestrichen werden Investitionen in RZs, das Management wird umgebaut.

publiziert am 2.2.2023
image

Wie die Schweizer Bevölkerung die Digitalisierung wahrnimmt

Cybergefahren werden präsenter, E-Government-Vorhaben nicht: Die Stiftung Risiko-Dialog hat der Schweiz auf den digitalen Zahn gefühlt.

publiziert am 2.2.2023
image

Cloud-Provider doppeln bei Microsoft-Kritik nach

Der US-Konzern beschränke mit seinen Lizenzbestimmungen den Wettbewerb, kritisiert die Vereinigung CISPE. Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie soll dies jetzt belegen.

publiziert am 1.2.2023
image

Basel führt Pflichtfach Medien und Informatik in der Sek ein

Bislang wurden die Themenbereiche Medien und Informatik in anderen Fächern zusammen gebündelt. Ab dem Schuljahr 2024/2025 will Basel-Stadt das ändern.

publiziert am 1.2.2023