Widerstand gegen Vista-Migration der Stadt Zürich

5. Februar 2009, 14:42
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Gegen die Pläne der Stadt Zürich, auf Windows Vista zu migrieren, regt sich gemäss einem Bericht des 'Tages-Anzeiger' nun aber Widerstand.

Gegen die Pläne der Stadt Zürich, auf Windows Vista zu migrieren, regt sich gemäss einem Bericht des 'Tages-Anzeiger' nun aber Widerstand. Die beiden Gemeinderäte Markus Schwyn und Susi Gut von der 'Partei für Zürich' wollen nun in einem Postulat vom Stadtrat wissen, ob es nicht sinnvoller sei, auf die Veröffentlichung von Windows 7 zu warten und direkt auf das neue Betriebssystem zu migrieren. Sie argumentieren, dass Windows 7 nicht nur zuverlässiger und schneller als Vista sein soll, sondern das Überspringen von Vista auch wesentlich kostengünstiger sei, da neben den Umstellungskosten auch Lizenzgebühren eingespart werden könnten.
Die gemäss dem Zeitungsbericht 11'000 Computerarbeitsplätze der Stadt Zürich (Microsoft sprach kürzlich allerdings von 15'000), werden im Rahmen der IT-Strategie vereinheitlicht und mit Microsoft Vista ausgerüstet. Die Vereinheitlichung wurde bereits Mitte 2008 in Angriff genommen und soll bis 2011 abgeschlossen sein.
Offiziell hat der Stadtrat bisher nicht auf das Postulat reagiert. Wie Martin Koller, Departementssekretär im Finanzdepartement der Stadt Zürich, gegenüber der Zeitung sagte, können durch die Einführung von Vista rund 6 Millionen Franken Lizenzgebühren eingespart werden. Ausserdem soll das Upgrade von Vista auf Windows 7 keine zusätzlichen Kosten verursachen. Angaben zum ausgehandelten Pauschal-Lizenzpreis machte die Stadt jedoch nicht. (bt)

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