Wie CA Schweizer Kunden ködern will

12. März 2013, 06:13
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Soeben erst haben die IT-Management-Spezialisten von CA mit einer Studie belegt, wie schlecht Software-Entwicklungs- und Testumgebungen laufen. Jetzt legen sie mit Lisa ein Produkt vor, das genau hier Abhilfe verspricht.

Soeben erst haben die IT-Management-Spezialisten von CA mit einer Studie belegt, wie schlecht Software-Entwicklungs- und Testumgebungen laufen. Jetzt legen sie mit Lisa ein Produkt vor, das genau hier Abhilfe verspricht.
Nach neun Monaten im Amt hat Jürg Schleier, Landes-Chef von CA Technologies in der Schweiz, heute den Medien die künftige Ausrichtung und mit Lisa ein neues Produkt vorgestellt. Aus dem inzwischen ziemlich breitgefächerten, unübersichtlichen Angebotsportfolio werde man insbesondere fünf Bereiche pushen, die hierzulande bisher schon am stärksten nachgefragt werden: Application Performance Monitoring (APM), Server-, Client- und Datacenter-Automation, Projekt-Management (Clarity) sowie den gesamte Komplex Security. Ausserdem betreut CA laut Schleier rund 80 Prozent der hiesigen Mainframe-Anwender und auch hier werde man weiter ausbauen. CA-Software steht bei den 80 grössten Schweizer Unternehmen im Einsatz, führte Schleier weiter aus.
Konventionelle Software-Entwicklung stösst an Grenzen
Hinter Lisa - übrigens schlicht ein Frauenname, der sich nicht aufschlüsseln lässt und keinerlei Bedeutung hat - steht eine virtuell realisierbare Testumgebung. CA adressiert damit die Vereinfachung von komplexen Software-Entwicklungsprojekten. Dazu wird der bisherige Verlauf einer Testumgebung in einem Recorder aufgenommen und diese Informationen werden dann über eine Workstation auf eine virtuelle Ebene gebracht. Diese ersetze dann gleichsam die bisherigen komplexen Testläufe in den realen Produktionsprozessen. Dazu soll dieser virtuelle Service in der Lage sein, jederzeit mit geänderten oder neuen Produktionsszenarien erweitert zu werden.
Traditionelle Entwickler hätten damit zu kämpfen, Zugriff zu bekommen auf Entwicklungs- und Testlaborhardware, Legacy-Mainframes, Komponenten, die sich noch in der Entwicklung befinden, sowie auf sensible Datenquellen. Weil sie mit Lisa von derartigen Unwägbarkeiten der realen Produktionsumgebungen befreit sind, so heisst es bei CA, verkürze sich die Zeit des Testens. Mit der Lisa-eigenen VSE-Abstraktionsebene (Virtual Service Environment) beschleunige sich die Markteinführung neuer Applikationen, die Kosten für deren Entwicklung würden gesenkt und die Anwendungsqualität steige.
Keine Kundennamen
Dass die Situation bei der Software-Entwicklung und dem Testing prekär ist, hatte CA soeben in einer eigenen Studie, "Business Benefits of Service Virtualization", aufgezeigt. Dort hatte man unter anderem nachgewiesen, dass 36 Prozent der Schweizer Software-Entwickler unter Druck sind, weil sie die Entwicklungszyklen verkürzen müssten. 90 Prozent erfahren demnach Verzögerungen zwischen den Entwicklungs- und Testing-Teams und insgesamt haben laut der Studie nur 10 Prozent der hiesigen Befragten angegeben, sich kaum oder nie mit Verzögerungen herumplagen zu müssen.
Obwohl Lisa auch bei ersten Schweizer Kunden im Einsatz ist, wollte Schleier keine Kundennamen nennen. Immerhin sollen die dort gesammelten Erfahrungen ergeben haben, dass sich die Anwendungsbereitstellung mit Lisa um 25 bis 50 Prozent reduziert, "deutlich" niedrigere Investitionen für Entwicklungs- und Testlaborhard- und -Software anfallen und die Qualität bei der Erkennung von bis zu 90 Prozent mehr Fehlern mindestens eine Entwicklungsphase früher möglicht ist. (Volker Richert)

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