Wie der digitale Wandel wahr­ge­nommen wird

27. Oktober 2021, 12:57
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Unabhängiges Arbeiten vs. Zugehörigkeitsgefühl: Eine ZHAW-Studie geht der Frage nach, wie Fach- und Führungskräfte den digitalen Wandel erleben.

In einer Studienreihe beschäftigt sich das Institut für Angewandte Psychologie (IAP) der ZHAW seit 2017 mit dem Thema Arbeitswelt 4.0. Dabei geht es unter anderem darum, wie Fach- und Führungspersonen den digitalen Wandel erleben, welche Herausforderungen es zu meistern gibt und wo in Sachen Digitalisierung die Schwerpunkte liegen. 
Die Befragung bestätigt den pandemiebedingten Digitalisierungsschub, schreiben die Studienautoren. So beschäftigten sich demnach heute deutlich mehr Unternehmen mit der Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen als 2017. Auch mobile Arbeitsformen und neue Bürokonzepte sind wichtigere Themen geworden.
In der Befragung 2017 erklärten erst 14% der Organisationen, sich mit Robotik und Künstlicher Intelligenz zu befassen. Nun sind es fast 30%. Auch die Themen flexibles Arbeiten und agile Arbeitsmethoden haben in den vergangenen Jahren deutlich an Gewicht gewonnen.

Positivere Einstellung als vor 4 Jahren

Die Frage nach der persönlichen Bewertung des digitalen Wandels zeige, dass Fach- und Führungskräfte in der vorliegenden Studie die Veränderungen etwas positiver als noch 2017 einstufen, so die Autoren. Etwa die Möglichkeit, zeitlich und räumlich flexibel arbeiten zu können, wird mehrheitlich geschätzt.
Gleichzeitig werde die Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes etwas weniger kritisch eingestuft. Dabei verweisen die Autoren allerdings auf die hohe fachliche Qualifizierung der Stichprobe, deren Arbeitsplätze durch den digitalen Wandel generell weniger gefährdet sind.
Aber, so ein weiteres Ergebnis, fast die Hälfte der Befragten nimmt die Arbeit im digitalen Wandel als anstrengender und belastender wahr. 4 von 5 Befragten erklärten, dass die zunehmende Entgrenzung von Arbeit und Freizeit eine Herausforderung darstelle. Das flexible Arbeiten wirke sich zudem negativ auf den informellen Austausch und das Zusammengehörigkeitsgefühl aus – zwei Aspekte, die vor den Hintergrund einer längeren Phase des pandemiebedingten Homeoffice gestellt werden müssen.
Die grosse Mehrheit gab an, dass die Veränderungen sie dazu zwingen, sich neue Kompetenzen anzueignen und sich weiterzuentwickeln. Als wichtige Kompetenzen für die Bewältigung des digitalen Wandels werden unter anderem Selbstverantwortung, Learning by Doing und Offenheit für Veränderungen genannt.
Die aktuelle IAP-Studie beruht auf einer quantitativen Umfrage unter 641 Fach- und Führungskräften. Die Ergebnisse wurden mit jenen von 2017 vergleichen. Rund ein Drittel der in diesem Jahr Befragten arbeitet bei KMU, die Mehrheit verfügt über einen Hochschulabschluss. Die vollständigen Ergebnisse sind bei der ZHAW verfügbar. 

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