Wie der Kanton Bern Korruption verhindern will

27. November 2014, 12:47
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Kanton Bern baut fünf zentrale Beschaffungsstellen auf. Eine davon kümmert sich um den ICT-Einkauf.

Kanton Bern baut fünf zentrale Beschaffungsstellen auf. Eine davon kümmert sich um den ICT-Einkauf.
Büromaterial, Fahrzeuge, Computer: für die Berner Kantonsverwaltung werden künftig fünf zentrale Beschaffungsstellen den Einkauf erledigen. Die Kantonsregierung hat auf Anfang 2105 eine entsprechende Verordnung in Kraft gesetzt.
Die neuen Beschaffungsstellen sollen dazu beitragen, dass der Einkauf professioneller abläuft und damit auch rund sieben Millionen Franken pro Jahr gespart werden können, wie die Regierung hofft. Ausserdem soll mit dieser neuen Struktur nicht zuletzt auch Korruption verhindert werden, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.
Künftig werden also viele Produkte und Dienstleistungen nicht mehr durch jedes einzelne Amt selber beschafft. Die fünf Beschaffungsstellen werden bei der Finanzverwaltung, der Staatskanzlei, der Kantonspolizei, dem Amt für Informatik und Organisation und dem Amt für Grundstücke betrieben.
Zu den Warengruppen, die zentral beschafft werden, gehören ICT-Leistungen, aber auch Versicherungsverträge, Büromaterial, Kurier- und Postdienstleistungen, Fahrzeuge, Treibstoffe oder Leistungen für den Gebäudebetrieb und Büromobiliar.
Anfang Jahr hatten Berner Medien über Filz-Vorwürfe beim Beschaffungswesen der Berner Kantonspolizei berichtet. Anzeichen für Korruption ortete die mit einer Untersuchung beauftragte bernische Finanzkontrolle nicht - Handlungsbedarf allerdings schon. (sda/mim)

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