Wie eUmzug Schweiz tatsächlich genutzt wird

19. Dezember 2018 um 10:07
  • e-government
  • thurgau
  • kanton
  • schweiz
image

"eUmzug Schweiz" ist ein E-Government-Vorzeigeprojekt von Kantonen und Gemeinden, weil sich hier Bund, Kantone und Gemeinden auf eine technische Lösung geeinigt haben und diese nach und nach einführen.

"eUmzug Schweiz" ist ein E-Government-Vorzeigeprojekt von Kantonen und Gemeinden, weil sich hier Bund, Kantone und Gemeinden auf eine technische Lösung geeinigt haben und diese nach und nach einführen. Nun hat die zuständige Betriebsgesellschaft der öffentlichen Hand, eOperations Schweiz, eine Evaluation des Services gemacht.
Ergebnisse: In elf Kantonen gibt es Gemeinden, bei denen man sich online ab- und anmelden kann, wenn man umzieht. Neun kantonale Projekte werden in absehbarer Zeit folgen, sie haben entsprechende Projekte gestartet. Nur sechs Kantone fehlen noch.
Eine Beteiligung eines Kantons bedeutet allerdings noch nicht, dass der Online-Service in jeder Gemeinde verfügbar ist. Aber immerhin 24 Prozent der etwa 2255 politischen Gemeinden sind dabei. Und im Dezember kamen im Kanton Thurgau weitere 80 Gemeinden hinzu.
Und wieviele Privatpersonen mit Schweizer Wohnsitz nutzen den freiwilligen Service? "20 Prozent der Umzugsmeldungen der produktiven Kantone werden via eUmzugCH abgewickelt", melden die Verantwortlichen. Das sind durchschnittlich 135 Umzugsmeldungen täglich.
Nun verspricht man bei allen Online-Services, dass diese nicht nur zu den üblichen Bürozeiten offen sind, sondern rund um die Uhr. Das ist aus User-Sicht nicht zentral: Die meisten Zugriffe auf eUmzugCH erfolgen unter der Woche und zu Bürozeiten.
Das Smartphone und damit Responsive Webseiten sind offenbar auch im E-Government nicht mehr wegzudenken: Ein Drittel der Zügelnden greifen nämlich via Smartphones auf die Website zu.
Für 2019 ist neben weiteren Kantonsprojekten auch eine Studie zur Prüfung der behördeninternen Adressweitergabe angedacht. (mag)

Loading

Mehr zum Thema

image

St. Galler Kantonsrat bewilligt Nachtragskredite für Steuersoftware

Mitte-EVP und GLP wollten die Entwicklung einer neuen Steuersoftware für die Steuerverwaltung stoppen, wurden aber von der Mehrheit überstimmt. Dem 74-Millionenprojekt steht nichts mehr im Weg.

publiziert am 20.2.2024
image

EU knöpft sich Big Tech vor

Im Rahmen des Digital Services Act will die Europäische Union Tiktok untersuchen. Bei Apple steht ebenfalls Ungemach vor der Tür.

publiziert am 20.2.2024
image

Deutsche erhalten ein "Recht auf digitale Verwaltungsleistungen"

Ab 2028 will Deutschland alle Verwaltungsleistungen digital anbieten. Geregelt ist das Ganze im Onlinezugangsgesetz. Dabei wird zum Beispiel im Süden der Republik noch immer munter gefaxt.

publiziert am 20.2.2024
image

Softwarefehler der Blitzkasten: Bern zahlt Bussen an "Temposünder" zurück

Im vergangenen Herbst wurden tausende Autolenkende in Bern irrtümlicherweise geblitzt. Fast alle haben ihre Bussen laut Kantonspolizei erstattet bekommen.

publiziert am 19.2.2024