Wie Google 5G mit Drohnen liefern will

2. Februar 2016, 16:23
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Der 'Guardian' hat sich an die Fersen von den Ingenieuren hinter Skybender geheftet. Das Projekt soll die Netzübertragung evolutionieren.

Der 'Guardian' hat sich an die Fersen von den Ingenieuren hinter Skybender geheftet. Das Projekt soll die Netzübertragung evolutionieren.
Spaceport America ist ein Weltraumflughafen irgendwo in New Mexico. Eigentlich sollten von hier aus seit mindestens zwei Jahren kommerzielle Weltraumflüge von Virgin Galactics starten. Weil deren Forschung und Entwicklung aber nicht so vorankommt, wie ursprünglich geplant, ist der Flughafen bis heute zumeist unbenutzt. Ideal für Google und seine Pläne vom Internet aus der Luft.
Wie der 'Guardian' durch bei Behörden öffentlich einsehbare Dokumente in Erfahrung gebracht hat, werkelt Google dort an einer möglichen neuen Übertragung für das 5G-Signal. Mit Millimeterwellen versucht Google das Signal von Drohnen aus auf die Erde zu beamen, auf einer Frequenz von 28 GHz. Die Technologie könnte bis zu 40mal schnellere Übertragungsraten liefern als 4G und dabei erst noch Platz schaffen für weitere Geräte im Netz. Denn das Mobilfunknetz stösst zumindest mit den aktuellen Technologien vielerorts an seine Grenzen.
Die Krux: Auf 28 GHz kommt das Signal nicht einen Zehntel soweit wie ein herkömmliches 4G-Signal. Um die daraus resultierenden Schwierigkeiten zu meistern, müsse Google hochkomplexe Herausforderungen meistern, erklärt Jacques Rudell, Professor für Electrical Engineering, gegenüber dem 'Guardian'. Dazu zählten etwa hoher Stromverbrauch und das Handling einer sogenannten phasengesteuerten Antenne.
Bei den Tests unter dem Projektnamen Skybender kommen solarbetriebene Drohnen von Google Titan zum Einsatz. Ausserdem werde mit einer Centaur experimentiert. Bei ihr handelt es sich um ein Propeller-Flugzeug, das auch unbemannt fliegen kann.
Übrigens: Auch bei Google läuft nicht immer alles hochprofessionell. So sollen besorgte Mitarbeiter des Flughafens einmal an Google gemailt haben, sie würden sich jetzt auf den Weg zum nächsten Baumarkt machen und Erdungskabel besorgen, um die Installationen Googles zu sichern. Der Markt ist über hundert Meilen vom Flughafen entfernt, bemerkt der 'Guardian'. Hier geht’s zum ganzen Artikel. (mik)

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