Wie kann man Cloud-Preise verfolgen?

10. November 2014, 15:48
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Unter den grossen Anbietern von Cloud-Plattformen im Bereich Infrastructure- und Platform-as-a-Service, insbesondere Amazon, Google und Microsoft, herrscht seit einiger Zeit ein intensiver Preiskampf.

Unter den grossen Anbietern von Cloud-Plattformen im Bereich Infrastructure- und Platform-as-a-Service, insbesondere Amazon, Google und Microsoft, herrscht seit einiger Zeit ein intensiver Preiskampf. Alle paar Wochen werden gewisse Preise gesenkt. Allerdings ist es oft nicht einfach zu sagen, wie sich diese Preissenkungen auf die Kunden auswirken, oder welcher Anbieter gerade der günstigste wäre. Zu unterschiedlich sind die angebotenen Konfigurationen von virtuellen Maschinen, Zusatzfeatures und Verrechnungsmodelle.
Der US-Marktforscher 451 Research möchte nun einen Preisindex für Cloud-Preise etablieren. Dieser soll es zumindest ermöglichen, die Preisentwicklung längerfristig zu verfolgen.
Das Marktforschungsinstitut versucht, das Problem aus der Sicht eines typischen Kunden anzugehen und auszurechnen, was der Betrieb einer "Durchschnittsapplikation" bei den verschiedenen Providern kostet. Damit, so 451 Research, lehne man sich an die Idee des "typischen Warenkorbs" an, anhand dessen Ökonomen die Entwicklung von Konsumentenpreisen verfolgen.
Der "Cloud Pricing Index" sei im Prinzip der Warenkorb der Cloud-Services, die man für den Betrieb einer typischen Applikation beziehen muss. Als typische Applikation gehen die Marktforscher von einer Cloud-Applikation mit drei Ebenen aus, die auf Linux-Maschinen und einem Mix von Objekt- und Block-Storage sowie Relationalen und NoSQL-Datenbanken besteht. Dazu kommen Load Balancing, Zugriffskontrolle, Backup und 24x7-Support.
In den USA, so 451 Research, würde der Betrieb einer solchen typischen Unternehmensapplikation in der Cloud im Schnitt gegenwärtig 2,56 Dollar pro Stunde beziehungsweise rund 1850 Dollar pro Monat kosten. Bei den "Hyperscalern", den drei Riesen Amazon, Microsoft und Google, wäre er mit durchschnittlich 2,36 Dollar pro Stunde noch etwas billiger. In Zukunft wollen die Marktforscher den Index in regelmässigen Abständen errechnen, um die Preisentwicklung zu verfolgen.
451 Research bezieht sich zwar gegenwärtig nur auf Cloud-Preise für US-Kunden, eine Übertragung der Methode auf andere Regionen sollte aber einfach möglich sein. (hjm)

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