Wie Rotronic die Krise abschüttelt

8. Oktober 2010, 13:16
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Der Umsatz von Rotronic ist im vergangenen Geschäftsjahr so stark gesunken wie noch nie. Für das neue Jahr ist man in Bassersdorf zuversichtlich.

Der Umsatz von Rotronic ist im vergangenen Geschäftsjahr so stark gesunken wie noch nie. Für das neue Jahr ist man in Bassersdorf zuversichtlich.
Rotronic hat am Mittwoch im Rahmen eines Presse-Events das Ende Juni abgeschlossene Geschäftsjahr Revue passieren lassen. Der Bassersdorfer Händler von IT- und Industrieprodukten sowie Hersteller von Feuchte- und Temperaturmessgeräten musste sich aus dem PC-Assemblierungsgeschäft verabschieden, wie bereits Ende September bekannt wurde. Das Kapitel Assemblierung ist für Rotronic damit definitiv abgeschlossen: Per 1. November geht der Geschäftsbereich an Littlebit über.
Das vergangene Geschäftsjahr war besonders stark von der Wirtschaftskrise geprägt, wie Taraba unumwunden zugab. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf knapp 130 Millionen Franken. Gemäss Taraba ist der Rückgang jedoch zur Hälfte auf Währungsschwankungen zurückzuführen. "Einen solch starken Umsatzrückgang hatten wir noch nie", so Taraba. Man sei aber dennoch froh, dass man die Krise zwar mit Kurzarbeit, aber ohne Stellenabbau gemeistert habe. Und schliesslich habe sich die Situation seit dem Sommer wesentlich verbessert: Rotronic verzeichne bereits wieder zweistellige Wachstumsraten. "So schnell wie die Krise gekommen ist, scheint sie sich auch wieder zu verabschieden", sagte Taraba.
Rotronic ist in den drei Bereichen Industrie, Mess- und Regeltechnik sowie IT tätig. Nach wie vor ist der IT-Bereich der umsatzstärkste – wenn auch nicht der profitabelste. Rund die Hälfte des Gesamtumsatzes geht auf das Konto des IT-Bereichs, doch auch hier gingen die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr zurück.
Neu will Rotronic das klassische IT-Distributionsgeschäft mit den grossen Herstellern (etwa HP) sowie das Systemhausgeschäft nicht mehr forcieren. "Das sollen die Alsos und die MTFs dieser Welt machen", so Taraba.
Rotronic gab am Mittwoch zudem bekannt, dass man mit TP-Link, AOC und Altusen von Aten neue Distributionsverträge abgeschlossen habe. (Maurizio Minetti)

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