Wie sich Fujitsu (Siemens) Schweiz aufstellt

13. Februar 2009 um 16:23
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Fokus auf IT-Dienstleistungsgeschäft. Länderorganisation wird stark vereinfacht. Auch ITPS-Chef Gedlek geht.

Fokus auf IT-Dienstleistungsgeschäft. Länderorganisation wird stark vereinfacht. Auch ITPS-Chef Gedlek geht.
Manuel Gutierrez ist um seinen neuen Job als Managing Director von Fujitsu Siemens in der Schweiz nicht zu beneiden. Denn er muss die Länderorganisation des ab 1. April rein japanischen IT-Konzerns in der Schweiz rasch umbauen und dürfte sich dabei nicht nur Freunde machen.
Ab Frühlingsbeginn wird nicht nur der Begriff "Siemens" aus dem Firmennamen verschwinden, sondern die Organisation wird auch stark vereinfacht. So werden Funktionen in der Channel-Organisation zusammengelegt und auch das PC-Geschäft (Consumer, Business, Notebooks) wird in einer Abteilung vereinheitlicht. Ob der Umbau der Organisation mit einem generellen Stellenabbau verbunden sein wird, konnte uns Gutierrez, der erst seit wenigen Tagen im Amt ist, noch nicht sagen. Sicher ist aber, dass Géry Gedlek, der die von Siemens übernommene ITPS (IT Product Related Services) in der Schweiz leitete, die Firma wie Ralf Stein (Marketing) und Friederun von Bornstedt (Channel) verlassen wird. ITPS wird, so Gutierrez, nun ganz in Fujitsu Schweiz integriert.
Absehbar ist, dass das PC-Geschäft bei Fujitsu Schweiz an Gewicht verlieren wird. Gutierrez: "Wir wollen zurück ins Rechenzentrum der Kunden." Fujitsu Schweiz soll ein starker Dienstleister im Geschäft mit dem Betrieb von Infrastrukturen (Server, Storage, auch Clients) werden. Man wolle auch Managed Services und Rechenleistung und Speicher "on demand" anbieten, so Gutierrez zu inside-channels.ch. Im Service-Geschäft werde Fujitsu in der Schweiz weitere Kompetenzen aufbauen und suche Spezialisten.
Die Anzahl der PC-Plattformen soll hingegen konzernweit verkleinert werden. Dies bedeutet, dass es keine Spezialentwicklungen für den Heimmarkt mehr geben soll. Wir bleiben deshalb bei unserer Einschätzung, dass Fujitsu früher oder später aus dem Geschäft mit Heimanwendern aussteigen wird.
Mehr Verantwortung in den einzelnen Ländern
Das Produkt aus Fujitsu und dem ehemaligen Joint-Venture mit Siemens wird weltweit der drittgrösste IT-Konzern nach HP und IBM sein und alleine in Europa 35'000 Mitarbeitende beschäftigen.
Im Gegensatz zur "alten" Fujitsu Siemens soll wieder viel mehr Verantwortung und Ressourcen in die einzelnen Länder delegiert werden, die auch je einen Länderchef mit Verantwortung für Verlust und Gewinn erhalten haben.
Ob die ehemalige Organisation von Fujitsu Siemens in der Schweiz mit der heutigen Fujitsu Services Schweiz, die ungefähr 100 Mitarbeitende im Consulting beschäftigt, verschmolzen wird, ist gemäss Gutierrez noch offen. (Christoph Hugenschmidt)

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