Wie Snabe und McDermott SAP umbauen wollen

11. Mai 2010, 13:33
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SAP-CO-CEO Jim Hagemann Snabe spricht in einem Interview vom "grössten Umbau der Geschichte".

SAP-CO-CEO Jim Hagemann Snabe spricht in einem Interview vom "grössten Umbau der Geschichte".
Im Vorfeld der SAP-Kundenmesse Sapphire, die ab nächsten Montag in Frankfurt über die Bühne gehen wird, publizierte die 'Financial Times Deutschland' ein ausführliches Interview mit CO-CEO Jim Hagemann Snabe. Den SAP-Mitarbeitenden, deren Unzufriedenheit zum Abgang seines Vorgängers Léo Apotheker beigetragen hat, verspricht Snabe mehr "Gestaltungsmöglichkeiten." Vor allem aber wollen er und sein Kollege McDermott die Entwicklung neuer Produkte schneller und billiger machen. Snabe: "Wir geben Rahmen und Ziele vor und überlassen es dem Einzelnen, wie er die Vorgaben erreicht. Wir wollen, dass 75 Prozent der Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung direkt an den Produkten arbeiten - bislang waren es deutlich weniger. Deshalb können wir in diesem Bereich auch selektiver einstellen. Der prozentuale Anteil der Kosten von Forschung und Entwicklung am Umsatz soll daher sinken."
Die Zahl der Hierarchiestufen soll radikal, nämlich von zehn auf vier reduziert werden und SAP will eine Fachkarriere einführen, wie sie andere grosse IT-Organisationen wie etwa Credit Suisse oder Novartis schon lange kennen. Alles in allem, so Snabe, sei dies der "mit Abstand grösste Umbau in der Geschichte von SAP".
Launch-Termin für 'Business ByDesign' bestätigt.
Snabe bekräftigte im Gespräch mit der Zeitung, dass die Online-Mietsoftware 'Business ByDesign' Mitte Jahr allgemein verfügbar werden solle und zwar zu einem "sehr konkurrenzfähigen Preis". Da SAP die Entwicklungskosten "drastisch reduziert" habe, werde 'Business ByDesign' trotzdem (und zumindest mittelfristig) zum Erreichen des Margenziels von 30 Umsatzprozenten beitragen, hofft der frischgebackene SAP-Chef.
Viel verspricht sich Snabe von der In-Memory-Technologie von der SAP-Gründer Hasso Plattner seit Jahren spricht. 'Busines ByDesign' werde teilweise mit In-Memory-Datenbanken arbeiten, so Snabe und die Kunden hätten zukünftig die Wahl zwischen einer traditionellen Datenbank-Maschine, etwa derjenigen des Erzfeindes Oracle, oder dann einer SAP-eigenen In-Memory-Datenbank. In diesem Thema habe SAP einen "deutlichen Vorsprung" vor Oracle, so Snabe. (hc)

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