Wie viele Unternehmen machen schon Kohle mit ihren Daten?

24. April 2019, 10:21
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Der Hype um den Leitspruch "Daten sind das neue Öl" scheint vielerorts schon etwas nachzulassen.

Der Hype um den Leitspruch "Daten sind das neue Öl" scheint vielerorts schon etwas nachzulassen. Das Beratungsunternehmen BARC und der Softwarehersteller Tableau glauben offensichtlich weiter daran. Sie haben in Deutschland und der Schweiz eine Studie durchgeführt um herauszufinden, wie viele Unternehmen Pläne verfolgen, ihre Daten zu monetarisieren. Rund 200 Unternehmen nahem daran Teil.
Das Ergebnis: Bei 17 Prozent der befragten Unternehmen sind Datenprodukte bereits Bestandteil der Unternehmensprozesse. Ein Viertel der Befragten hält es hingegen für gar nicht denkbar, dass ihr Unternehmen künftig Daten monetarisiert. Rund 40 Prozent der Teilnehmer gab an, dass ihr Unternehmen plant, Geld aus seinen Daten zu machen oder sich bereits in einer Pilot-Phase befindet. Weitere 20 Prozent halten Datenmonetarisierung in ihrem Unternehmen zumindest für denkbar.
Henrik Jorgensen, der Country Manager DACH von Tableau, glaubt, dass Unternehmen die ein Bewusstsein für den finanziellen Wert ihrer Daten entwickeln, einen "enormen Wettbewerbsvorteil" haben werden.
Zur Monetarisierung von Daten gehört für Tableau und BARC übrigens nicht nur deren direkter Verkauf. Auch auf Daten basierende Services, Produkte und Geschäftsmodelle gehören für sie dazu.
Trotzdem gibt es wie gezeigt auch viele Unternehmen, die nicht glauben, dass dies für sie machbar ist. Hinderungsgründe, die sie nennen, sind die Datenqualität, -Sicherheit und -Governance (32 Prozent). Für rund die Hälfte hat das Thema zudem sowieso keine Relevanz und 30 Prozent fehlen überzeugende Geschäftsmodellen.
Auch Unternehmen, die daran denken, ihre Daten finanziell zu nutzen, nennen die Datenqualität sehr oft als Problem (56 Prozent). Weitere oft erwähnte Hemmschuhe sind die Datensicherheit und die Integration von Datenprodukten in bestehende Systeme (37 Prozent) sowie mangelnde Managementunterstützung (34 Prozent). (hjm)

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