Wieder Börsen-Panik wegen Yahoo

20. September 2006, 13:45
  • amazon
  • google
image

Der Suchmaschinenbetreiber Yahoo hat gestern erneut Angst an der Börse ausgelöst.

Der Suchmaschinenbetreiber Yahoo hat gestern erneut Angst an der Börse ausgelöst. Das Unternehmen schraubte seine Geschäftserwartungen für das laufende dritte Quartal herunter und provozierte so einen nachbörslichen Kurssturz um 11 Prozent der Wertpapiere. Bereits im Juli löste Yahoo einen Kurssturz um 14 Prozent aus. Damals hiess es, die Einführung eines neuen Systems für kontextbezogene Werbung werde um etwa drei Monate verschoben.
Der Grund für die erneute Gewinnwarnung ist offensichtlich eine "gewisse Schwäche bei Werbung für Autos und Finanzdienstleistungen", sagte die Finanzchefin Sue Decker. Für das dritte Quartal erwartete Yahoo einen Umsatz von 1,12 bis 1,23 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis soll nun am unteren Ende der Prognosen liegen, sagte Decker gegenüber Investoren.
Auch die Aktien anderer Internet-Unternehmen, die bald Zahlen veröffentlichen werden (Google, eBay, Amazon), reagierten rückläufig. Yahoo erlebte aber den grössten Kurssturz. Ein Analyst sagte, man müsse die Wachstumsraten für Yahoo und die gesamte Branche überdenken: "Wenn Sie Rauch sehen, müssen Sie immer Angst haben, dass es irgendwo auch Feuer gibt". (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Googles Suchfunktion erhält neue Features

Die visuelle Suche wurde verbessert und es gibt neu einen Suchoperator, mit dem sich Ergebnisse aus der unmittelbaren Umgebung anzeigen lassen.

publiziert am 29.9.2022
image

Vor 14 Jahren: Erstes Android-Smartphone kommt auf den Markt

"HTC Dream" respektive "G1" setzte als erstes kommerzielles Gerät auf das Betriebssystem Android. Bei den damaligen Testern rief es "Entzücken" hervor.

publiziert am 23.9.2022
image

UK-Behörde untersucht Cloud-Dienste von Microsoft, Amazon und Google

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will die Marktposition der US-Hyperscaler untersuchen und herausfinden, ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

publiziert am 22.9.2022
image

Datenschutzkonformes googeln kostet 2 Rappen

Die Suchmaschine Trooia bietet datenschutzkonformes googeln. Userinnen und User zahlen mit Franken, statt mit Daten. Wie das funktioniert, erklärt Gründer Christoph Cronimund im Interview.

publiziert am 14.9.2022 6