Wieder Gerüchte um Verkauf von T-Systems

19. November 2021 um 09:50
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Konzern- und Finanzkreise in Deutschland berichten, dass die Dienstleistungstochter der Deutschen Telekom verkauft werden soll.

Glaubt man Berichten vom 'Manager Magazin' und dem 'Handelsblatt', evaluiert die Deutsche Telekom Wege zur Finanzierung des FTTH-Ausbaus. Dieser müsse trotz einer Verschuldung von rund 128 Milliarden Euro geschultert werden. Jetzt würden verschiedene Szenarien vom Verkauf des Netzbetreibers T-Mobile Netherlands über ein Joint Venture mit dem australischen IFM Global Infrastructure Fund bis hin zum möglichen Verkauf der Antennenanlagen diskutiert, wie 'Golem' berichtet.
Durchgespielt würde an der Konzernspitze aber auch eine Abspaltung und Neuaufstellung oder der Verkauf von T-Systems. Die Pläne sollen unter den Codenamen "Falcon" und "Eagle" ausgearbeitet werden. Als potenzielle Käufer werden in der Presse Accenture und Capgemini genannt, mit denen bereits Gespräche laufen sollen. Die Infos stammen allerdings von namentlich nicht genannten Insidern. Der Konzern selbst hält sich bedeckt und lässt ausrichten, dass man Gerüchte nicht kommentiere.
'Golem' verweist zudem auf ein alternatives Szenario. Demnach werde eine neue Struktur für T-Systems geprüft, bei der die Deutsche Telekom genauso wie die Bundesrepublik Deutschland als Grossaktionäre je rund ein Drittel der Anteile halten würden und für den Rest ein oder mehrere Partner gesucht werden.
T-Systems hat auch in der Schweiz die Restrukturierungen und den  Stellenabbau des Konzerns erfahren müssen. Verantwortet wird der seit  gut 3 Jahren laufende Umbau vom Amerikaner Al-Saleh, der im  Januar 2018 den Chefsessel übernommen hatte. Damals hiess es bereits, jede 4. Stelle werde gestrichen.Anfang 2019 stellte sich auch die Schweizer T-Systems-Dependance neu auf, doch am Ende des Jahres wurden dann  die Regionen Schweiz und Österreich zusammengelegt. Im  letzten Februar kam dann der Strategiewechsel mit dem Fokus auf die Cloud.
Laut den jüngsten Medienberichten macht T-Systems seit Jahren Verluste und habe im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro ein negatives operatives Ergebnis (Ebit) von 650 Millionen Euro ausgewiesen.

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