Wieder mehr arbeitslose Informatiker im Kanton Zürich

22. August 2013, 15:04
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Seit April 2011 steigt die Zahl der gemeldeten arbeitslosen Zürchern aus Informatik-Berufen wieder an. Alternatives Weiterbildungsmodell hilft, Erfahrung in Diplome umzumünzen.

Seit April 2011 steigt die Zahl der gemeldeten arbeitslosen Zürchern aus Informatik-Berufen wieder an. Alternatives Weiterbildungsmodell hilft, Erfahrung in Diplome umzumünzen.
Der massive Stellenabbau in den IT-Abteilungen der Grossbanken hinterlässt Spuren auf den Arbeitsämtern. Im Juli wurden im Kanton Zürich 869 arbeitslose InformatikerInnen registriert (siehe Grafik). Damit nähert sich die Zahl der arbeitslosen InformatikerInnen in Zürich wieder dem Höchststand von ungefähr 900 vom Winter 2009/2010. Typisch für die IT-Branche sind die starken Schwankungen. Zwischen Januar 2008 und Dezember 2009 stieg die Zahl der als arbeitslos gemeldeten ZürcherInnen aus Informatik-Berufen rasant an und sank dann bis Juli 2011 wieder ab. Seitdem melden sich wieder jeden Monat etwas mehr InformatikerInnen bei den RAVs.
Gleichzeitig werden allerorten weiterhin InformatikerInnen gesucht, wie ein Blick auf unsere Job-Plattform ictjobs.ch. Sie haben sehr spezifische Berufserfahrungen, es fehlt ihnen aber allenfalls an breiter und systematischer Ausbildung und an den entsprechenden Nachweisen.
Informa Modell F: Berufserfahrung in Ausbildungsplan einbeziehen
An diesem Punkt setzt das in Bern für die Post IT, die SBB und das BIT entwickelte Verfahren Informa Modell F an. Kernpunkt ist der Einbezug der beruflich und nebenberuflich erworbenen Kompetenzen in die Weiterbildung. Die Erfahrung wird beim Erwerb von Abschlüssen angerechnet und der Bildungsweg wird individuell und flexibel an die Bedürfnisse einer Person (oder dessen Arbeitgeber) angepasst.
Das Validierungsverfahren von Informa Modell F kostet 3'500 Franken (2'500 Franken für Mitglieder von swissICT). Informa wird von den RAVs des Kantons Bern und Zürich unterstützt, die auch die Kosten übernehmen. Auch viele Firmen unterstützen das Projekt.
HR-Leute und InformatikerInnen können sich an zwei Informationsveranstaltungen will weitere Ausbildungsstätten dafür gewinnen, sich für das Modell labeln zu lassen. (Christoph Hugenschmidt)

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