Wieviel kostet die "letzte Meile"?

29. Oktober 2004, 15:11
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Nach dem Entscheid des Nationalrats zur "Entbündelung" der "letzten Meile" ist der nächste Streit programmiert: Er wird um die Frage drehen, wieviel Swisscom als "Selbstkosten" der Konkurrenz verrechnen darf.

Noch vor 2006 werden die Bundesbehörden einen schwierigen Entscheid treffen müssen. Sie müssen den "Selbstkostenpreis" festlegen, zu dem Swisscom die Kupferkabel in die Haushalte ("letzte Meile") den Konkurrenten Sunrise und Tele2 vermieten muss. Die Berechnung dieser "Selbstkosten" ist de fakto nicht mehr möglich, denn der Aufbau des Schweizer Telefonienetzes wurde über hohe Telefoniegebühren, die unsere Vorfahren zu bezahlen hatten, finanziert. Wie ist dieses Geld, eine de-Fakto-Steuer, zu verzinsen? Und an wen? An die Swisscom, an den Bund oder in Form von tieferen Telefonietarifen an alle? Oder lässt man die dänische Sunrise-Mutter diese Zinsen abschöpfen, wie es bisher Swisscom konnte?
Ein Hinweis auf den "Wert" eines Hausanschlusses könnte eine Meldung aus den USA geben. Der Telefoniekonzern Verizon (eines der Baby Bells) überlegt sich, etwa 15 Millionen Kupfer-Hausanschlüsse zu verkaufen. Auf dem freien Markt nun, schätzt man den Wert dieser Hausanschlüsse auf einen Betrag zwischen 2'100 und 3'100 Dollar, also zwischen 3000 und 4'500 Franken. (Christoph Hugenschmidt)

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