Wieviele (und welche) Informatiker die Schweiz braucht

21. April 2010, 11:13
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BBT genehmigt erstes Projekt der Stiftung 'IT-Berufsbildung Schweiz'.

BBT genehmigt erstes Projekt der Stiftung 'IT-Berufsbildung Schweiz'.
Die Stiftung 'IT-Berufsbildung Schweiz' tritt in Aktion. Sie wird zusammen mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eine Untersuchung zum künftigen Bedarf an Informatik-Fachleuten in der Schweiz finanzieren. "Wir haben heute keine genauen Zahlen zum künftigen Bedarf an IT-Fachleuten in der Schweiz und wir kennen auch die Berufsbilder der Informatiker, die in Zukunft nachgefragt sein werden, nicht," so Stiftungspräsident Rudolf Schwarz auf Anfrage.
Das BBT beurteilte das bereits letzten Dezember eingereichte Projekt als sinnvoll und übernimmt rund die Hälfte der Kosten. Gestern nun hat der Stiftungsrat beschlossen, die andere Hälfte der Projektkosten zu übernehmen. Die Untersuchung wird vom Verein ICT-Berufsbildung unter Andreas Kaelin durchgeführt und soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Dann wird man zum ersten Mal in der Schweiz wissen, welche Tätigkeiten die InformatikerInnen der Zukunft ausüben werden und welche Qualifikationen sie haben sollten. Diese Angaben wiederum werden die Grundlagen für die dringend notwendige Förderung des Informatik-Nachwuchses sein.
Eilige Stiftung
Die Stiftung, die massgeblich von Credit Suisse finanziert wird, hat es ganz unschweizerisch eilig. Sie wurde diesen Januar angekündigt, am 25. März gegründet und tritt nun - nicht mal einen Monat danach - in Aktion.
Neben Rudolf Schwarz, den man als ehemaligen CIO der Migros kennt, sitzen der Politiker und Unternehmer Ruedi Noser und Credit-Suisse-CIO Karl Landert im Stiftungsrat.
Verletzliche Hightech-Industrie
Wie wichtig die Förderung des Nachwuchses in der Informatik und eben auch der Berufsausbildung über die Berufslehre und allenfalls Fachhochschule ist, hat sich erst kürzlich gezeigt.
Weil der Bund als Reaktion auf die Krise die Anzahl der Arbeitsbewilligungen für Nicht-EU-Bürger für das laufende Jahr halbiert, weil man die Arbeitsbewilligungen für die nötigen Fachleute nicht bekommen hat. Dies zeigt, wie verletzlich die IT-Industrie in der Schweiz ist, solange die nötigen Spezialisten mangels Nachwuchs nicht im Land ausgebildet werden können. (Christoph Hugenschmidt)

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