Will IBM sein PC-Business abstossen?

3. Dezember 2004, 09:49
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Gemäss "New York Times" will IBM seine PC-Sparte verkaufen und befindet sich bereits in Gesprächen mit möglichen Käufern.

Die "New York Times" berichtet heute exklusiv, dass IBM seine PC-Sparte zum Verkauf ausgeschrieben habe und stützt sich dabei auf Aussagen von. "Dem Deal nahe stehende Personen". Diese Insider haben ausserdem erklärt, IBM führe bereits ernsthafte Verhandlungen mit Lenovo (ehemals Legend) als möglichem Käufer. Lenovo ist der grösste PC-Hersteller Chinas und bereits jetzt einer der zehn grössten Computerhersteller weltweit. IBM erklärte gegenüber den Medien letzte Nacht, dass man solche Gerüchte aus Prinzip weder bestätige noch dementiere.
IBMs PC-Sparte machte gegenwärtig rund 11 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr, ist also für etwa 12% des Gesamtumsatzes von IBM verantwortlich. Den möglichen Verkaufspreis schätzen Experten auf 1 bis 2 Milliarden Dollar.
Gemäss "New York Times" würde der Verkauf zur Strategie von IBM-CEO Samuel J. Palmisano passen. Palmisano, seit zwei Jahren Chef von IBM, hat schon früher Hardware-Sparten verkauft, die wenig Profit abwarfen und deren Wachstumsaussichten ebenfalls beschränkt waren, zum Beispiel die Harddisk-Sparte.
Andererseits hat IBM bisher immer betont, dass zu einem vollständigen IT-Infrastrukturangebot auch PCs gehören würden. Sun ist bisher der einzige der fünf grössten Serverhersteller, der nicht auch PCs verkauft. (Hans Jörg Maron)

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