Windows 10 gibt nur zu "signifikanten" Updates Infos

25. August 2015, 14:22
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Bei einem neuen Update von Windows 10 begnügte sich Microsoft mit der Information, das Update würde "Verbesserungen des Funktionsumfangs von Windows 10" liefern.

Bei einem neuen Update von Windows 10 begnügte sich Microsoft mit der Information, das Update würde "Verbesserungen des Funktionsumfangs von Windows 10" liefern. Tatsächlich will Microsoft mit Windows 10 nur noch bei wichtigen Updates genauere Informationen herausgeben.
Das Branchenportal 'The Register' fürchtet, dass das unter anderem dazu führen könnte, dass Nutzer nicht mehr über das Schliessen von Sicherheitslücken informiert würden. Sie wüssten demnach mit Windows 10 nicht mehr, dass sie über eine bestimmte Zeitspanne verwundbar waren.
Das irritiert vor allem, weil Microsoft Windows 10 als das "sicherste Windows aller Zeiten" anpreist. Eine offene Informationspolitik im Bereich Sicherheit müsste hier dazugehören.
Bedenklich ist die neue Verschwiegenheit auch im Hinblick auf die Datenkrake, die Microsoft mit Windows 10 auf die Computer bringt. Schon mit der Installation räumt der Nutzer Microsoft das Recht ein, ohne Benachrichtigung des Nutzers zahlreiche Daten abzusaugen. Updates könnten diese Informationsbeschaffung ausweiten, ohne dass der Nutzer etwas davon bemerkt.
Eine weitere Schwierigkeit ist, dass Updates den Funktionsumfang bisweilen nicht nur ausweiten, sondern auch einschränken können. Ein Thema ist das beispielsweise bei Codecs, die für das Öffnen von Video-, Musik- oder Bild-Dateien nötig sind. Denn für viele dieser Codecs muss Microsoft Lizenzgebühren entrichten. Will das Unternehmen sparen, kann es die Unterstützung einzelner Codecs jederzeit per Update deaktivieren. Finanzielle Motive dürften übrigens auch der Grund dafür sein, dass Microsoft darauf verzichtet hat, Windows 10 die Fähigkeit zum Abspielen von Blurays mitzugeben. (mik)

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