Windows 10 kennt dein Gesicht

18. März 2015, 15:16
  • workplace
  • windows 10
  • google
image

Microsoft wird Windows 10 "im Sommer" in 190 Ländern und 111 Sprachen lancieren. Das neue Betriebssystem wird für viele gratis sein und standardmässig mit Gesichts- und Iris-Erkennung ausgerüstet.

Microsoft wird Windows 10 "im Sommer" in 190 Ländern und 111 Sprachen lancieren. Das neue Betriebssystem wird für viele gratis sein und standardmässig mit Gesichts- und Iris-Erkennung ausgerüstet.
Microsoft wird die nächste Windows-Generation noch diesen Sommer lancieren. Dies sagte Betriebssystem-Chef Terry Myerson gestern an einer Hardware-Konferenz in China. Windows 10 soll gleichzeitig in 190 Ländern und 111 Sprachen erhältlich sein, schreibt Myerson im Firmenblog.
Gratis – auch für PCs mit Raubkopien (in China)
Windows 10 wird bekanntlich im ersten Jahr für BesitzerInnen eines Geräts mit Windows 7 oder 8 kostenlos sein. In China soll selbst die grosse Mehrheit der User, die einen PC mit einer Windows-Raubkopie betreiben, einen kostenlosen Update erhalten.
Gesichts-, Iris- oder Fingerabdruck-Erkennung (oder Passwort)
Teil von Windows 10 wird "Windows Hello" sein, das die bisherigen Login-Mechanismen mit Username und Passwort ersetzen wird. Mit "Hello" wird man sich mittels Gesichtserkennung, Iris-Scan oder Fingerabdruck einloggen können. Für die Gesichtserkennung verwendet Microsoft eine Infrarot-Kamera. Die Erkennung eines Gesichts sei damit weniger von Schminke und anderen Faktoren abhängig, so Microsoft. Ausserdem wird man dem PC nicht einfach das Foto eines Users vor die Kamera halten können, um sich einzuloggen. Der Hersteller verspricht, dass keinerlei biometrischen Daten ausserhalb des Geräts gespeichert werden. Da "Windows Hello" neue Hardware benötigt, wird man sich wie bisher auch mit Username und Passwort einloggen können.
Ebenfalls zusammen mit dem neuen Windows promoted Microsoft die Single-Sign-On-Lösung "Passport". Damit wird man sich ohne zusätzliches Passwort bei Websites und Services einloggen können. "Passport" arbeitet mit der Kombination von Hello und der Identifikation eines einzelnen Geräts. Die Authentifzierungs-Technologie wird auch von Dritten verwendet werden können, dass sich Microsoft der FIDO-Allianz angeschlossen hat.
Ein Windows für das Internet der Dinge
Zu guter Letzt hat Microsoft eine (kostenlose) Version von Windows 10 für sehr kleine Gerätchen, zum Beispiel Sensoren, angekündigt. Das Betriebssystem soll sich für Bankomaten, Ultraschallgeräte oder auch Türen eignen. (hc)
(Illustration: Screenshot aus einem Werbevideo für "Hello". Er illustriert, dass Microsoft zur Gesichtserkennung auch mit Infrarot arbeitet.)

Loading

Mehr zum Thema

image

"Zoogler" sorgen sich um ihre Jobs

Wie viele Schweizer Arbeitsplätze vom weltweiten Stellenabbau bei Google betroffen sind, ist noch nicht klar.

publiziert am 25.1.2023
image

US-Kartellwächter klagen erneut gegen Google

Das Justizministerium wirft dem Konzern wettbewerbsfeindliche Methoden im Ad-Tech-Bereich vor und fordert eine Zerschlagung.

publiziert am 25.1.2023
image

Auch Google muss sparen – 12'000 Stellen weg

Nach Microsoft setzt auch Google im grossen Stil den Rotstift an und streicht 12'000 Jobs.

publiziert am 20.1.2023
image

Microsoft stoppt Verkauf von Windows 10

Am 31. Januar findet Windows 10 den Anfang seines Endes: Zumindest über seine eigene Webseite wird Microsoft das Betriebssystem nicht mehr anbieten.

publiziert am 20.1.2023 1