Windows-10-Update mit halbem Spectre-Patch für AMD-CPUs

12. April 2018, 14:25
  • microsoft
  • amd
image

Mit dem neusten Windows-10-Update können nun nach Computern mit Intel-CPUs erstmals auch Computer mit AMD-CPUs gegen eine Ausnützung der Spectre-Schwachstelle Variante 2 geschützt werden.

Mit dem neusten Windows-10-Update können nun nach Computern mit Intel-CPUs erstmals auch Computer mit AMD-CPUs gegen eine Ausnützung der Spectre-Schwachstelle Variante 2 geschützt werden. Die Sache hat aber noch einen kleinen Haken: Die Änderungen am Betriebssystem wirken nur, wenn auch der entsprechende, geänderte Microcode für die CPUs installiert wird. Und dies müssen die User gegenwärtig noch selbst tun, indem sie einen Firmware-Update für ihr System machen, der den neuen Microcode enthält.
AMD liefert Microcode-Patches für CPUs mit der Bulldozer-Architektur, die ab 2011 ausgeliefert wurden. Eigentlich könnte Windows-Update auch Microcode für die CPU installieren. Seit dem letzten Monat tut Microsoft dies für Intel-CPUs, für AMD-CPUs aber noch nicht.
Im neuesten Update hat Microsoft zudem für alle Versionen einen Mechanismus abgeschaltet, der die Installation von Meltdown- und Spectre-Patches verhinderte, wenn gewisse Virenschutzprogramme auf einem System installiert waren. Manche Antivirenprogramme hatten im Zusammenspiel mit den Patches früher für Probleme gesorgt. Mittlerweile sei die Kompatibilität aber allgemein deutlich besser geworden, so Microsoft.(hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Weltweite M365-Störung – alle wichtigen Dienste stundenlang offline

Betroffen waren unter anderem Azure, Teams, Exchange, Outlook und Sharepoint. Weltweit waren die Dienste für einen halben Tag offline.

publiziert am 25.1.2023 4
image

Microsoft investiert weitere Milliarden in OpenAI

Der Tech-Gigant unterstützt die Entwickler von ChatGPT mit 10 Milliarden Dollar und beerdigt gleichzeitig den hauseigenen VR-Bereich.

publiziert am 24.1.2023
image

Microsoft stoppt Verkauf von Windows 10

Am 31. Januar findet Windows 10 den Anfang seines Endes: Zumindest über seine eigene Webseite wird Microsoft das Betriebssystem nicht mehr anbieten.

publiziert am 20.1.2023 1
image

Microsoft streicht 10'000 Stellen

Die Entlassungswelle bei US-Tech-Firmen ebbt nicht ab. Jetzt triffts auch tausende Microsoft-Angestellte. Redmond zahlt 1,2 Milliarden Dollar an Abfindungskosten.

aktualisiert am 23.1.2023