Windows 365: Microsoft hievt Betriebs­system in die Cloud

15. Juli 2021, 11:16
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Das als "Cloud PC" bekannte Angebot bietet Windows als Service für Unternehmen. Es zielt auf die hybride Arbeitswelt ab.

Nach ersten Medienberichten hat nun Microsoft den "Cloud PC" vorgestellt. Das als Windows 365 bezeichnete Cloud-Angebot für Unternehmen biete die Möglichkeit Windows 10 und später auch Windows 11 als Service aus der Microsoft-Cloud zu nutzen. Windows 365 sichere und speichere Informationen in der Cloud und nicht auf dem Gerät des Nutzers, womit für Anwender ein personalisiertes Betriebssystem zur Verfügung stehe, unabhängig davon, welches Gerät sie nutzen.
"So wie Anwendungen mit SaaS in die Cloud gebracht wurden, bringen wir jetzt das Betriebssystem in die Cloud und bieten Unternehmen damit eine grössere Flexibilität und einen sicheren Weg, ihre Mitarbeiter zu befähigen, produktiver und verbundener zu sein, unabhängig vom Standort", sagte Microsoft-CEO Satya Nadella bei der Ankündigung.

Für KMU und hybrides Arbeiten

Microsoft will Windows 365 vor allem in der hybriden Arbeitswelt positionieren. Cloud PC biete den Angestellten mehr Flexibilität, von wo aus sie arbeiten. Gleichzeitig soll es für IT-Admins einfacher sein, die Security und Devices zu managen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen erfordere Windows 365 keine Virtualisierungserfahrung, schreibt Microsoft. IT-Admins könnten Cloud-PCs beschaffen, bereitstellen und verwalten, wie sie es bei physischen Devices über den Microsoft Endpoint Manager machen.

Vertrieb auch über Partner

Microsoft betont, dass Windows 365 nicht als Ersatz für Azure Virtual Desktop gedacht sei, das sich eher an grosse Unternehmen richte. Virtual Desktop verlangt die Einrichtung einer vollständigen Virtual-Desktop-Umgebung in der Azure Cloud, bietet dafür aber mehr Anpassungsmöglichkeiten.
Windows 365 solle sich für kleinere und mittlere Unternehmen eignen, schreibt Microsoft. Abgerechnet werde pro Benutzer und Monat, so die Mitteilung.
Für Partner verspricht Microsoft mit Cloud PC neue Geschäftsmöglichkeiten. Kunden könnten Windows 365 entweder direkt bei Microsoft oder bei einem Cloud Service Provider beziehen. ISVs könnten weiterhin Anwendungen entwickeln und diese nun in der Cloud bereitstellen. OEMs erhielten die Möglichkeit, Windows 365 in ihr zu integrieren, führen die Redmonder aus. 

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