Windows 7: Noch nicht da und schon unbeliebt?

16. April 2009, 09:58
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Die meisten Firmenanwender wollen mit der Migration auf Windows 7 abwarten. Kompatibilität mit Drittsoftware grösste Sorge.

Die meisten Firmenanwender wollen mit der Migration auf Windows 7 abwarten. Kompatibilität mit Drittsoftware grösste Sorge.
Nur 16 Prozent der US-Firmenanwender planen, ihre PC-Flotten innert 12 Monaten nach Erhältlichkeit auf das neue Betriebssystem Windows 7 umzurüsten. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die von Dimensional Research im Auftrag eines US-Herstellers von Management-Software durchgeführt wurde. An der Umfrage machten über 1'100 IT-Professionals, -Managers und -Verantwortliche mit. Die Resultate dürften etwas gefärbt sein, da die Teilnahme an der Web-Umfrage freiwillig war.
Der grossen Mehrheit scheint aber klar zu sein, dass man früher oder später nicht um Windows 7 herumkommen wird: 83 Prozent will Firmen-PCs und Notebooks innert drei Jahren auf die neueste Generation des Betriebssystems umrüsten. Die Hälfte der 16 Prozent, die sehr rasch umsteigen will, wird dies übrigens tun, um den Wechsel auf Windows Vista zu vermeiden.
Software-Kompatibilität macht am meisten Sorgen
Wie gehabt, macht die Frage, ob Dritt-Applikationen reibungslos unter Windows 7 laufen werden, den professionellen Anwendern am meisten Sorgen. Software-Kompatibilität führt die Rangliste der Bedenken gegenüber Windows 7 mit 88 Prozent der Umfrageteilnehmer klar an. Weitere "Bauchweh-Themen" sind erhöhte Anforderungen an die Hardware und die Ausbildung der User (je 70 Prozent), Stabilität des Betriebssystems (62 Prozent), sowie Bedenken wegen der Performance (47 Prozent) und Sicherheit ( 37 Prozent).
Windows-Alternativen werden zumindest angeschaut
Die unbestrittene Vormacht von Microsoft im Geschäft mit PC-Betriebssystemen scheint langsam aber sicher zu erodieren. So sagten 2007 und 2008 je etwas über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, man habe alternative Betriebssysteme zumindest angeschaut ("considered"). In der diesjährigen Umfrage gaben bereits die Hälfte der Teilnehmer an, den Einsatz von alternativen OS zu erwägen. Tatsächlich sind es dann aber nur 14 Prozent der Teilnehmer, die Nicht-Windows-Betriebssysteme auch wirklich einsetzen.
Apples Mac OS, ein Unix-Derivat, ist das klar populärste alternative Betriebssystem, gefolgt von drei Linux-Derivaten, nämlich Red Hat (die Umfrage fand in den USA statt), Ubuntu und Suse.
Das Resultat der Umfrage unter IT-Professionals in den USA deckt sich erstaunlich genau mit der Verteilung der Betriebssysteme unserer LeserInnen. Seit dem Start unserer Webseiten im Oktober 2004 nimmt der Anteil der LeserInnen, die einen Windows-PC benützen, langsam aber kontinuierlich ab. Heute haben gemäss unserer internen Statistik nur noch 83 Prozent unserer LeserInnen einen Windows-PC. Stark zugenommen hat der Anteil von mobilen Geräten sowie des Mac OS X (7,5 Prozent). (Christoph Hugenschmidt)
(Die Studie kann kostenlos bei der Firma Kace bezogen werden (Angabe von Kontakdaten erforderlich)).

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