Windows 8 oder wie Microsoft sich neu erfinden will

14. September 2011, 12:03
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1500 Neuerungen soll das neue Betriebssystem mit sich bringen. Microsoft hat Windows 8 für Multitouch-Umgebungen optimiert.

1500 Neuerungen soll das neue Betriebssystem mit sich bringen. Microsoft hat Windows 8 für Multitouch-Umgebungen optimiert.
Mit den Worten "Wir haben Windows neu erfunden" kündigte gestern ein Microsoft-Manager den grössten Versionssprung seit Windows 95 an. Das neue Betriebssystem Windows 8 soll mit seiner "Metro"-Oberfläche den fahrenden Tablet-Zug einholen und sich darauf setzen. Auf dem Entwicklerkongress "Build" im kalifornischen Anaheim hat Microsoft nun das Versprechen wahrgemacht, nicht nur Entwicklern, sondern allen Interessierten eine Vorabversionen zur Verfügung zu stellen.
1500 Neuerungen
Insgesamt wird die neue Version zwei Jahre nach dem Launch von Windows 7 mit rund 1500 Veränderungen aufwarten, wie der für die Entwicklung von Windows und dem Internet Explorer zuständige Microsoft-Präsident Steven Sinofsky sagte. Wann das neue Betriebssystem offiziell verfügbar sein wird, wollte der Microsoft-Manager nicht sagen, Branchenbeobachter gehen aber davon aus, dass es nicht vor dem ersten Quartal 2012 sein wird.
Die Metro-Benutzeroberfläche mit sogenannten "Live-Kacheln" erinnert an Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 und stellt eine radikale Abkehr von der gewohnten Oberfläche mit Start-Button und Task-Leiste (siehe Screenshot). Was Anwendungen wie das Office-Paket und Internet Explorer angeht, sollen die Nutzer aber nichts von der gewohnten Oberfläche vermissen. Alle Programme, die unter Windows 7 laufen, sollen laut Sinofsky auf Windows 8 weiterhin laufen. Die Vorabversionen gibt es zunächst nur für x86-Rechner, nach dem offiziellen Launch soll es aber auch eine Version für ARM-Prozessoren geben. Das macht Windows 8 als Betriebssystem für Tablets besonders interessant, da die meisten der Non-Apple-Tablets für Google Androids entworfen werden.
Tiles und Live-Kacheln
Anstelle der von Windows 7 gewohnten Icons treten die Tiles oder Live-Kacheln, die weit grösser sind und zum Beispiel den aktuellen Wetterbericht anzeigen oder neu eingegangene E-Mails und Nachrichten aus der sozialen Gemeinschaft. Die Suche ist nicht nur auf den Rechner beschränkt, sondern erstreckt sich je nach Einstellung auch auf Flickr oder Facebook. Auf die Weise lassen sich ähnlich wie über den Start-Button von Windows 7 auch Anwendungen finden, die man nicht auf dem Eröffnungsbildschirm angezeigt werden.
Auf der Entwicklerkonferenz wurde das neue User Interface mit etwa 10 Kacheln gezeigt, welche im Eröffnungsmenü die ganze Oberfläche einnehmen. Optimiert ist Windows 8 für die Multitouch-Eingabe mit den Fingern, aber natürlich kann man auch weiterhin Tastatur und Maus benutzen.
Wie aus Apples iOS bekannt, wird Windows 8 auch einen "Windows Store" genannten App-Store haben. Die Anwendungen dafür sollen sich in allen gängigen Programmiersprachen mühelos entwickeln lassen. Microsoft hat auch schon eigene Entwickler-Tools dafür zur Verfügung gestellt. Eigene Bilder, Videos und Word-Dokumente zum Beispiel lassen sich auf Microsofts Speicherdienst "Sky Drive" ablegen und dann auch über andere Geräte aufrufen. (Klaus Hauptfleisch)

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