Windows Live Messenger integriert Facebook & Co

22. April 2009, 04:56
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Microsoft möchte seinen Instant Messenger die Web 2.0-Welt anhängen.

Microsoft möchte seinen Instant Messenger die Web 2.0-Welt anhängen.
Microsoft hat heute eine neue Version seines Internet-Kommunikationswerkzeugs Windows Live Messenger vorgestellt. Die kostenlos zum Download angebotene Software setzt auf die Zusammenführung von Informationen, die Nutzer an mehreren verschiedenen Orten im Web deponiert haben. "Windows Live macht den Weg frei für einen einfachen, übersichtlichen und vor allem offenen Internet-Alltag, indem es alle Informationen aus unterschiedlichen Plattformen zusammenfliessen lässt", heisst es in einem aktuellen Microsoft-Statement. Die Tage, in denen die User zwischen Status-Updates auf Facebook, ihrem Windows Live Messenger und dem Abruf von Fotos von Flickr hin und her klicken mussten, seien somit endgültig vorbei.
"Mit den Neuerungen wollen wir den Windows Live Messenger als zentralen Startpunkt für die Internet-Kommunikation der Nutzerschaft positionieren", erklärt Microsoft-Pressesprecher Herbert Koczera im Gespräch mit 'pressetext'. Dadurch, dass nun alle möglichen Informationen aus unterschiedlichen Online-Plattformen und -Diensten an einer einzigen Stelle zur Verfügung gestellt werden, könne man die Qualität der User-Erfahrung deutlich steigern. "Uns geht es dabei um die Nutzer. Sie sollen ihre Kommunikation im Web so angenehm und effizient wie möglich abwickeln können", betont Koczera. Dem Microsoft-Sprecher zufolge weise der Live Messenger mit den neue Funktionsmöglichkeiten einen deutlichen Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten auf.
Nutzer von Windows Live haben ab sofort die Möglichkeit, Freunde und Kontakte von Online-Netzwerken wie Facebook oder MySpace direkt in ihr eigenes Windows-Live-Netzwerk einzuladen oder umgekehrt eingeladen zu werden. Damit können die User alle Änderungen und Updates ihrer Freunde in anderen Netzwerken verfolgen und ihre Kontaktlisten aus diesen synchronisieren. "Auf diese Weise bleiben sie immer auf dem neuesten Stand, wenn sie selbst oder Freunde aus ihren Kontaktlisten neue Bilder einstellen oder Blog-Artikel veröffentlichen", erläutert Koczera.
Mittlerweile knapp 30 internationale Partner habe man bereits an Bord, mit dabei auch Facebook, Flickr oder Wordpress. Microsoft zufolge steht die Integration von weiteren Diensten und Social Networks aber bereits in den Startlöchern.
Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, das versucht, sich oder einen seiner Dienste als einheitliche Schnittstelle für die Online-Kommunikation der User zu etablieren. Bestätigt wird dieser Trend unter anderem etwa von der populären sozialen Netzwerk-Community Facebook, die mit Facebok Connect bereits vor einiger Zeit seinen ähnlichen Service präsentiert hat. Der Dienst erlaubt es Nutzern der Plattform, ihre Profildaten und -bilder, sowie die Liste der Freunde in andere Webseiten oder Desktop-Applikationen mitzunehmen.
Dabei können Facebook-Mitglieder sich mit ihrem Account auch auf den Seiten von Drittanbietern authentifizieren, um eine einzige Identität auf mehreren Seiten nutzen zu können. Auch Konkurrent MySpace hatte bereits Anfang Mai angekündigt, die eigenen Nutzerdaten für Drittanbieter öffnen zu wollen. (pte)

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