"Wir sind gut aufgestellt", sagt Crealogix

29. September 2015, 12:14
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Crealogix hat in den letzten Jahren viel Geld investiert. Nun hoffen die "Crealogen" auf eine reiche Ernte.

Crealogix hat in den letzten Jahren viel Geld investiert. Nun hoffen die "Crealogen" auf eine reiche Ernte.
1,5 Prozent weniger Umsatz und ein Verlust von 10,3 Millionen Franken. So das Finanzergebnis für das Jahr 2014/2015 von Crealogix. Wie aber Bruno Richle, Group CEO, heute an einer Pressekonferenz erklärt, habe man mit diesem Ergebnis gerechtet. Im vergangenen Jahr sei viel investiert worden. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung seien in den letzen vier Jahren um 135 Prozent gestiegen. Etwa 20 Prozent dieses Geldes wurde in die Entwicklung von Softwareprodukten gesteckt, so Richle weiter. Daneben habe das Zürcher Unternehmen in internationale Vertriebsteams investiert. Die Investitionen hätten aber nun ihren Höhepunkt erreicht und würden in den laufenden Jahren zurückgehen.
Auf in die nächste Phase
Crealogix sei mit dem neuen Geschäftsjahr in eine neue Phase eingetreten, erklärt Richle. Von 2010 bis 2014 habe das Unternehmen in einer "Transformationsphase" versucht, sich international zu positionieren. Dies sei auch gelungen und man sei nicht nur in der Schweiz sondern jetzt auch an den wichtigen Finanzmärkten, Grossbritannien und Singapur, präsent. In London insbesondere auch durch den Kauf des britischen IT-Unternehmens MBA Systems, nach dem Crealogix nun in England rund 50 Personen beschäftigt.
Insgesamt habe das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 10 Millionen Franken investiert, erklärt CFO Rolf Lichtin. Dies soll sich nun - in der dritten Phase - auszahlen: Schon für das laufende Jahr rechnet Crealogix mit einer Umsatzsteigerung von 10 Prozent. Einerseits will man von der jetzt fertiggestellten Plattform für digitale Banken-Dienstleistungen profitieren. Diese ist, so CSO Richard Dratva, modular aufgebaut. So gebe es eine ganze Reihe an Standardprodukten, die je nach Bedarf eingesetzt werden können. Auch bereits bestehenden Kunden könne man damit neue Module zur Verfügung stellen.
Ausserdem erhofft sich Crealogix international Neukunden zu gewinnen, unter anderem in den Bereichen Wealth Management und im Private Banking. Schon jetzt kommt rund ein Drittel der Einnahmen von ausserhalb der Schweiz. In den kommenden zwei bis drei Jahren erwartet der Hersteller hier ein Wachstum von 50 Prozent.
Insgesamt erwartet Crealogix in den nächsten rund drei Jahren eine Umsatzsteigerung von etwa 20 Prozent. Der Umsatz aus den Produkten soll gar um 70 Prozent wachsten. Man entwickle sich von einem Dienstleistungsunternehmen zu einer Produkt-Company, schloss Lichtin. (kjo)

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