Wird Palm wieder glänzen?

29. April 2010, 10:08
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HP hat das Geld, Palm hat webOS. IDC ist optimistisch.

HP hat das Geld, Palm hat webOS. IDC ist optimistisch.
In einem Kommentar zum geplanten Kauf von Palm durch HP schreibt der IT-Marktforscher IDC, dies sei ein guter Zug für beide Unternehmen. IDC glaubt, dass es beim Kauf des einstigen PDA-Pioniers durch HP vor allem um webOS geht. Ein gutes Betriebssystem komme jetzt in gute Hände.
HPs Smartphone-Geschäft sei immer schon schleppend gewesen – und zwar weil HP schlicht und einfach nicht wisse, wie man Mobiltelefone baut. HPs iPAQ war nie erfolgreich und HP erreichte letztes Jahr einen Marktanteil von bloss 0,1 Prozent. Andererseits habe Palm mit dem Betriebssystem webOS ein gutes Produkt entwickelt, so IDC. Doch habe es Palm nicht geschafft, die damit bestückten Smartphones Pre und Pixi an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Palms Marktanteil betrug letztes Jahr nur noch 1,5 Prozent.
Während HP nicht die richtigen Produkte im Sortiment hatte, fehlte es Palm schlicht an Geld, um gegen die neuen Konkurrenten RIM und Apple bestehen zu können. Immerhin verfügt HP zurzeit über einen Cash-Berg von 13,6 Milliarden Dollar.
Wenn ein Unternehmen ein gutes Produkt habe und auch die finanziellen Ressourcen, um dieses zu vermarkten, bekämen die Mitbewerber Probleme, glaubt IDC. Unter Druck geraten soll nach Meinung von IDC vor allem Nokia. Der finnische Hersteller habe im Smartphone-Segment einen Marktanteil von 2 bis 3 Prozent und verfüge über ein "falsches Portfolio". Doch auch HTC und Motorola dürften angesichts der finanziellen Macht HPs ins Schwitzen geraten, meint IDC.
Palm sei nun in der Lage, die eigene Marke wieder aufzuwerten und das Portfolio auszuweiten. Mit einem verbesserten Vertrieb und dem nötigen Marketing könne Palm nun auch ausserhalb der USA wieder zur alten Grösse zurückkehren. IDC nennt dabei explizit den westeuropäischen Markt, wo Carrier beim Launch von Palm-Produkten nach wie vor zögerlich seien. (mim)

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