Wird Sophia Genetics das nächste Schweizer Einhorn?

3. Januar 2017, 10:47
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Das 2011 in Lausanne gegründete Startup Sophia Genetics ist auf dem Weg, eine Milliarde Dollar Wert zu sein.

Das 2011 in Lausanne gegründete Startup Sophia Genetics ist auf dem Weg, eine Milliarde Dollar Wert zu sein. Wie 'TechCrunch' der hundert besten Startups. Das Lausanner Unternehmen ist auf Analyse-Tools für genetische Patientendaten spezialisiert. Mit der vollautomatischen Analyse von DNS-Sequenzen sollen charakteristische Mutationen für genetisch bedingte Erkrankungen festgestellt werden. So soll die Diagnostik in den Bereichen Onkologie, Stoffwechselstörungen, in der Kinderheilkunde oder der Kardiologie beschleunigt werden.
Sophia bietet mit DDM eine Platform-as-a-Service, auf der die Tests durchgeführt werden können. Zum Einsatz kommen Machine-Learning-Algorithmen. Laut eigenen Angaben nutzen bereits über 220 Spitäler in 35 Ländern die Plattform. Allein im zweiten Halbjahr 2016 habe man über 60 neue Krankenhäuser in zehn Ländern als Kunden gewonnen. "Je mehr Spitäler die Plattform nutzen, umso mehr Erbgut-Profile können erstellt werden, und desto smarter wird die AI", zitiert 'TechCrunch' Jurgi Camblon, Mitgründer und CEO von Sophia. Die Spitäler müssen keine Abos für DDM lösen, sondern können einzelne Tests für einen Preis von 50 bis 200 Dollar auf DDM durchführen.
Laut der britischen Tageszeitung 'The Telegraph' unterhält das Lausanner Startup Rechenzentren in der Schweiz und in Frankreich. Sophia Genetics war bis 2014 im Science Park der ETH Lausanne zuhause und hat seinen Sitz nun im nahen St.-Sulpice. Das interdisziplinäre Team besteht aus Biologen, Mathematikern und Informatikern sowie Business-Experten und Sales-Mitarbeitern. (kjo)

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