Wirtschaftskrise erfasst Server-Markt

2. Dezember 2008, 11:35
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Nach Umsatz sinkt der weltweite Server-Markt. Nach Stückzahlen wächst er noch. Teure Unix-Server weniger gefragt.

Nach Umsatz sinkt der weltweite Server-Markt. Nach Stückzahlen wächst er noch. Teure Unix-Server weniger gefragt.
Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner hat eruiert, dass im dritten Quartal – also von Juli bis September – weltweit 2,3 Millionen Server und damit 4,4 Prozent mehr Einheiten verkauft worden sind als noch im dritten Quartal des Vorjahres. Allerdings sank der damit erwirtschaftete Umsatz im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 12,7 Milliarden US-Dollar.
Die Situation sah in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nicht anders aus. In EMEA ist der erste Rückgang beim Serverumsatz seit dem zweiten Quartal 2006 zu verzeichnen. Der Umsatz belief sich auf 3,9 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Nach Stückzahlen wächst der Markt jedoch auch in EMEA noch: Gartner ermittelte einen Anstieg um 5,8 Prozent auf 68'000 verkaufte Server.
Teurere Unix-Server unbeliebt
Errol Rasit, Senior Research Analyst bei Gartner, sagt: "Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erfassten im dritten Quartal auch den Servermarkt." Die gestiegenen Verkäufe seien jedoch Ausdruck einer starken Leistung im x86er-Markt, so Rasit. Der tiefere Umsatz widerspiegelt den kontinuierlichen Preisverfall: Teurere Unix-Server sind in der Krise offenbar weniger gefragt.
Weltweit verzeichneten alle fünf grossen Serverhersteller IBM, HP, Dell, Sun und Fujitsu (Fujitsu Siemens) einen Umsatzrückgang im dritten Quartal. IBM konnte vor allem dank Verkäufen von 'System p'- und 'System z'-Servern den ersten Platz sichern. In EMEA, wo HP vor IBM, Sun, Dell und Fujitsu Siemens führt, verzeichneten alle Anbieter – ausser HP – einen Rückgang beim Server-Umsatz. (mim)

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