Wirtschaftskrise trifft Spammer - hoffentlich

28. November 2008, 16:45
  • kolumne
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.
Egal ob SAP, Sun, Dell oder Microsoft, überall ist Sparen angesagt. Kein Wunder, denn die anrollende Wirtschaftskrise macht wohl so manchem Angst. Ein anderer Industriezweig aber macht genau das Gegenteil und will sich noch mehr Geld aus den Portemonnaie der Konsumenten holen. Um das zu bewerkstelligen, greift man zur Werbung in eigener Sache. Allerdings ist die Werbung merklich aggressiver, als wir uns das von traditionellen Wurfsendungen oder Popups im Internet gewohnt sind, denn hier wird mit Spam und Viren nach Geld geangelt.
Was haben wir uns insgeheim gefreut als bekannt wurde, dass dem amerikanischen Hosting-Anbieter McColo der Stecker gezogen wurde. Bei McColo sollen sich die Spammer die sprichtwörtliche Klinke in die Hand gegeben haben. Und nun sind sie alle weg? Immerhin ist die Anzahl der Spammails in den letzten Wochen bekanntlich um bis zu 60% besorgt, dass sich zwar die Zahl der Spammails reduziert habe, sich auf der anderen Seite die Zahl der virenverseuchten Mails verzehnfacht habe. Kein Wunder, schliesslich suchen die Spammer fieberhaft nach ungeschützten Computern, um die durch die McColo-Abschaltung verlorenen Wirtscomputer für ihre Spam-Botnetze wieder aufzubauen.
Fragt sich, ob der Grund für den Einbruch der Spamzahlen wirklich nur bei McColo liegt? Oder greift die aufkeimende Rezession auch auf die Spammer-Branche über und diese melden schon bald Massenentlassungen? Das wäre für einmal wenigstens eine Nachricht, die, zumindest in diesem speziellen Wirtschaftszweig, uneingeschränkt zu begrüssen wäre. (Tom Brühwiler)

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