Wo Mac drin ist, muss auch Mac draufstehen

16. November 2009, 10:30
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Der amerikanische Computerkonzern Apple hat vor einem US-Gericht einen wichtigen Erfolg gegen Herausforderer Psystar errungen.

Der amerikanische Computerkonzern Apple hat vor einem US-Gericht einen wichtigen Erfolg gegen Herausforderer Psystar errungen. Das Gericht sieht es für erwiesen an, dass sich Psystar mehrfachen Urheberrechts- und DMCA-Verletzungen schuldig gemacht hat.
Psystar verkauft seit rund eineinhalb Jahren eigene PCs mit installiertem Apple-Betriebssystem. Genau das verbietet Apple allerdings in seinen Lizenzbedingungen - Mac OS X darf gemäss der Lizenz ausschliesslich auf Rechnern von Apple eingesetzt werden. Durch Testkäufe konnte Apple dem Gericht ausserdem nachweisen, dass Psystar nicht allen verkauften Geräten ein originales Mac OS X-Installationsmedium beigelegt hat. Weiter warf Apple dem inzwischen unter Gläubigerschutz stehendem Unternehmen Psystar vor, dass das auf den PCs installierte Betriebssystem nicht von der beigelegten Installations-DVD stammte. Dies dürfte aber wohl auch bei anderen Betriebssystemen der Fall sein.
Psystar habe gleich mehrfach gegen die Lizenzbedingungen des Computerkonzerns verstossen, so das Gericht. Es argumentiert, dass Psystar jeweils Kopien von Mac OS X gekauft hat, danach den Bootloader geändert und "Kernel Extension Files" entfernt beziehungsweise durch eigene ersetzt habe, um die Installation auf "normalen" PCs zu ermöglichen. Dies habe Psystar ohne Einwilligung von Apple getan und damit gegen dessen Copyright verstossen.
Mit dem vorläufigen Urteil des Gerichts ist die Sache für Psystar noch nicht vorbei. Apple will weitere Klagen, unter anderem wegen Markenrechtsverletzungen, Wettbewerbsverzerrungen und Vertragsbruch, durchsetzen. (bt)

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