Wofür Google und Yahoo nichts taugen

13. Oktober 2005, 12:39
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Google, Yahoo und Co sind für die alltägliche Suche nach Informationen beliebt.

Google, Yahoo und Co sind für die alltägliche Suche nach Informationen beliebt. Wenn es aber im Geschäftsumfeld darum geht, gezielte Informationen zu finden, taugen die grossen Suchmaschinen nichts. Diese Meinung vertreten, gemäss einer gestern von Mummert Communications veröffentlichten Studie, Einkaufsentscheider in deutschen, österreichischen und schweizerischen Unternehmen.
55 Prozent der befragten Einkäufer nutzen spezialisierte Suchangebote (zum Beispiel "Wer liefert was?" etc.), weil die Durchforstung der Informationsflut, die gängige Suchmaschinen liefern, viel zu viel Zeit beansprucht. Diese sogenannten Business-Suchmaschinen werden von 80 Prozent der Befragten als "gut" oder "sehr gut" eingestuft. Geschätzt wird vor allem, dass die spezialisierten Suchmaschinen aktuellere und relevantere Ergebnisse anzeigen. Sie greifen auf vorselektierte Quellen und Daten zurück und bearbeiten diese noch redaktionell. So werden die Einkäufer schneller fündig. Auch die Möglichkeit, nach Regionen zu suchen, wurde positiv bewertet. Zwar bieten die grossen Suchmaschinenbetreiber auch lokale Suchfunktionen an, jedoch meistens nur für die USA.
Mehr als 90 Prozent der Befragten glauben, dass die Bedeutung des Internets bei der Recherche nach potenziellen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen weiter zunehmen wird. Es sei deshalb aus Effektivitätsgründen damit zu rechnen, dass die Einkäufer für ihre Anbieterrecherche in den kommenden Jahren noch stärker auf Spezial-Suchmaschinen zurückgreifen werden. (Maurizio Minetti)

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