Wortmann leidet in der Schweiz

24. Januar 2022, 13:25
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Wegen wegfallender Software-Umsätze kann das Schweiz-Geschäft nicht mit dem Konzernergebnis mithalten.

Das deutsche IT-Haus Wortmann hat im letzten Jahr die Milliardengrenze beim Umsatz geknackt. Die Schweiz habe aber diesmal nicht zu dem guten Ergebnis beigetragen können, wie Wortmann-Schweiz-Chef Sascha Wiebe in einem kurzen Telefonat zu inside-channels.ch sagt.
Auf Konzernebene heisst es, im Kerngeschäft sei der Umsatz mit der Eigenmarke Terra im PC-Bereich "relativ stabil" geblieben. Angestiegen seien hingegen die Umsätze mit den hauseigenen Notebooks, LCDs und Servern. Ausserdem habe man auch in der Distribution Zuwächse verzeichnet. Konkrete Zahlen nennt Wortmann hier nicht. Die werden jedoch für die Bereiche Service und Dienstleistungen genannt (plus 5%) sowie für das Geschäft mit der Cloud (plus rund 50%) und mit Finanzprodukten (plus rund 40%). Mit einem Wachstum von insgesamt 3% habe man erstmals einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro erwirtschaftet, so das norddeutsche Assemblier- und IT-Unternehmen.
In der Schweiz habe man zwar wie insgesamt im Konzern beim Cloud-Geschäft und den Hardware-Umsätzen Zuwächse verzeichnet, allerdings habe im vergangenen Jahr das Software-Geschäft gelitten, führt Wiebe aus. Das Jahresergebnis von 2020 habe man nicht erreicht, schiebt er nach. Wie hoch 2021 der Rückgang ausgefallen ist, sagte Wiebe nicht.
Die Umsätze in der Schweiz liegen bei Wortmann seit einigen Jahren um 50 Millionen Franken. 2018, ein Jahr nachdem das ganze Schweizer Team zu Zibris gewechselt war, konnte ohne hiesige Mitarbeitende ein Rekordergebnis von 54 Millionen Franken ausgewiesen werden. Die Zuwächse waren sehr grossen Software-Geschäften geschuldet. 2019 war der Umsatz dann wieder rückläufig und fiel unter die 50-Millionen-Marke. Die Resultate verbesserte sich 2020 aber erneut und der Umsatz stieg um 5% auf 50 Millionen Franken.
Beim Konzern gibt man sich insgesamt zufrieden, das Jahr 2021 sei gut verlaufen. Von der Coronapandemie sei man abermals nicht so stark betroffen gewesen wie andere Unternehmen. "Wir waren davon ausgegangen, vor allem im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzrückgang rechnen zu müssen." Das sei nicht eingetreten. Auch im 3. und 4. Quartal seien die Umsätze "mehr als beständig" ausgefallen und man habe in fast allen Bereichen zugelegt.

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