WTO schliesst IT-Handelsabkommen

17. Dezember 2015, 08:37
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Bei der Welthandelskonferenz in Kenias Hauptstadt Nairobi ist trotz verhärteter Fronten zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern ein Teilerfolg gelungen: Die EU-Staaten und 30 weitere WTO-Mitgliedsländer, darunter die Schweiz, die USA und China, schlossen gestern Abend ein im --http://www.

Bei der Welthandelskonferenz in Kenias Hauptstadt Nairobi ist trotz verhärteter Fronten zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern ein Teilerfolg gelungen: Die EU-Staaten und 30 weitere WTO-Mitgliedsländer, darunter die Schweiz, die USA und China, schlossen gestern Abend ein im Sommer vereinbartes Abkommen über den Wegfall von Zöllen für rund 200 Erzeugnisse der Informationstechnologie endgültig ab. Die Vereinbarung betrifft Produkte mit einem jährlichen Handelsvolumen von mehr als einer Billion Franken. Dies entspricht rund zehn Prozent des Werts des gesamten Welthandels.
Mit dem Inkrafttreten des Information Technology Agreement (ITA) zum 1. Juli 2016 werden für etwa 90 Prozent des weltweiten Handels mit Hochtechnologie-Produkten die Zölle wegfallen. Das Spektrum der künftig zollfrei handelbaren High-Tech-Erzeugnisse reicht von Speicherchips über Smartphones und Navigationssysteme bis zu medizinischen Apparaten. Allerdings gibt es für China und andere Länder Übergangsfristen von bis zu sieben Jahren.
Für Konsumenten in Europa sind die Effekte eher gering. Schon seit Jahren verfolgt die EU zum Beispiel bei Importen von Smartphones oder Tablets eine sogenannte Null-Zoll-Politik. Durch Zölle geschützt wurden nur noch einige wenige IT-Produkte, sofern diese auch in Europa produziert werden und nach Einschätzung der EU-Kommission unverhältnismässig starker Konkurrenz durch Produkte aus Ländern ausserhalb der EU ausgesetzt wären.
EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström verwies darauf, dass der Wegfall von Zöllen die Bedingungen für europäische Hersteller von IT-Produkten auf den Weltmärkten verbessere. In der Schweiz dürften vor allem Unternehmen der Medizinal-, Laser- sowie der Mess- und Analyse-Technologie von einer wachsenden Nachfrage profitieren können, schreibt die 'NZZ'. (sda/kjo)

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