Würth Phoenix: "New kid on the block" im Schweizer KMU-Geschäft

12. Juli 2006, 13:32
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    Konkurrenz für Bechtle, RedIT & Co: Würth Phoenix will schweizweit expandieren und sich im Markt für KMU-ERP-Lösungen und IT-Outsourcing fest etablieren.

    Konkurrenz für Bechtle, RedIT & Co: Würth Phoenix will schweizweit expandieren und sich im Markt für KMU-ERP-Lösungen und IT-Outsourcing fest etablieren.
    Der IT-Dienstleister Würth Phoenix will aus der Rolle eines IT-Dienstleisters für den Mutterkonzern herauswachsen und sich einen festen Platz im Schweizer KMU-Geschäft sichern. Interessant ist die Angebots-Mischung der heute 80-köpfigen Firma. Würth Phoenix bietet einerseits eigene betriebswirtschaftliche Lösungen an, die man ursprünglich für einen Teil der 350 Konzern-Töchter entwickelt hat. Andererseits wollen sich die Churer im zur Zeit sehr attraktiven Markt für IT-Outsourcing für KMU etablieren.
    Unter dem Produktenamen "Sylvestrix" vermarktet Würth Phoenix eine recht komplexe Handelslösung (Auftrag, Einkauf, Logistik, Reporting), es gibt eine Finanzlösung (Würth Phoenix Finance), ein Vertriebsinformationssystem für Aussendienstler ("Speedy") und sogar ein eigenes CRM.
    Regionaler "Footprint" angestrebt
    Neben dem Vertrieb der eigenen ERP-Lösungsfamilie bietet Würth Phoenix ein ziemlich komplettes IT-Dienstleistungspaket mit Beratung, Systemintegration und Komplett- oder Teiloutsourcing. Für den Mutterkonzern betreibt man beispielsweise auch SAP R/3. Managing Director John Fisher (Foto) nennt Argo (Davos), Obipektin (Betrieb von IN:ERP) und die Uhrenfabrik Cimier als Referenzkunden. Der Dienstleister, der heute in Chur, wo auch die zentrale Einkaufsorganisation des Konzerns sitzt, und in Küsnacht präsent ist, hat im Juni beschlossen, eine schweizweite Präsenz aufzubauen. So sind Niederlassungen in St. Gallen, Bern und Basel geplant. "Spätestens bis 2007 wollen wir die Niederlassungen in Bern und Basel aufgebaut haben," so Fisher. Man habe sich zwar potentielle Übernahmekandidaten angeschaut, sagt Fisher, doch wolle Würth Phoenix "vorzugsweise aus eigener Kraft" wachsen.
    Geschäft mit Würth und Drittkunden organisatorisch getrennt
    Bis Ende Jahr soll bereits die Hälfte des Schweizer Umsatzes ausserhalb des Würth-Konzerns generiert werden. Fisher: "So wie wir zur Zeit unterwegs sind, werden wir dieses Ziel auch erreichen." Wichtig sei, dass Würth Phoenix das Geschäft mit dem Konzern und mit Drittkunden organisatorisch getrennt hat.
    Auf die Frage, ob der Würth-Konzern mit seinen weltweit 380 Firmen den Aufbau des Drittkunden-Geschäfts subventioniere, antwortet Fisher differenziert: "Sicher gibt das Geschäft mit dem Würth-Konzern eine gute Basis. So ist unsere Rechenzentrums-Infrastruktur durch den Betrieb der Applikationen für Würth zum grossen Teil finanziert. Aber wir subventionieren keine Projekte. Der Leitsatz des Konzerns, dass Umsatz ohne Gewinn langfristig tödlich ist, gilt auch für uns." (Christoph Hugenschmidt)

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