WWZ digitalisiert Prozesse mit Appway und Frox

17. Oktober 2018, 09:33
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Für ihre fünf Geschäftsbereiche – Wasser, Strom, Gas, Wärme und Telekommunikation – haben die WWZ, die ehemaligen Wasserwerke Zug, die digitale Transformation gestartet.

Für ihre fünf Geschäftsbereiche – Wasser, Strom, Gas, Wärme und Telekommunikation – haben die WWZ, die ehemaligen Wasserwerke Zug, die digitale Transformation gestartet. Man wolle mittels Prozessdigitalisierung wiederkehrende Tätigkeiten automatisieren, komplexe Abläufe rationalisieren und sich im Kontext der Liberalisierung des Energiemarktes konsequent am Kunden ausrichten, heisst es in einer Mitteilung.
Zur Umsetzung arbeite man eng mit dem Zürcher Software-Anbieter Appway zusammen, der bislang primär auf die Finanzbranche fokussiert war. Zudem mit dem IT-Dienstleister Frox von der Noser-Gruppe, spezialisiert auf IT-Service-Management und digitale Transformation. Konkret werde Appway mit seiner Software-Plattform Tools zur Digitalisierung der Workflows liefern und zudem moderne und mobile User-Interfaces. Die Zürcher Frox komme als Systemintegrator zum Zuge und werde die Transformation aufgrund des Fachwissens und der langjährigen Erfahrung begleiten, schreibt WWZ weiter.
Im Gespräch mit Autoren der Appway-Website hat Stefan Willi, WWZ-CTO, kürzlich erklärt, warum dieses Projekt initiiert wurde: "Mein ursprüngliches Interesse galt den internen Prozessen". So sei bei der Eröffnung von neuen Kunden und der Verfolgung von Kundenanfragen beträchtliche Effizienzen zu erzielen, so Willi, "indem wir Medienbrüche eliminieren und manuelle Arbeiten reduzieren". Denn wenn man Aktenberge vor sich hinschiebe und den Status einzelner Vorhaben im Excel-Sheet verfolge, verliere man schnell die Übersicht. Solche Arbeiten seien "nur mit digitalen Prozessen und Case Management in den Griff" zu bekommen.
Ausserdem nennt Willi das seit wenigen Monaten betriebene IoT-Netz Lora (Long Range), das auf einem lizenzfreien Frequenzbereich läuft, um verschiedene Messpunkte abzufragen. Aktuell seien das Informationen vom Parkplatzleitsystem sowie von den WWZ-Zählern. Weitere Cases seien aber in Vorbereitung.
Doch um das IoT-Netz gewinnbringend zu betreiben, müsse man zunächst viele tausend Sensoren ans Netz bekommen, sagt der CTO: "Das gelingt nur, wenn die dahinterliegenden Prozesse schlank sind und neue Sensoren im System automatisch erfasst werden können, ohne dass dabei manuelle Arbeit anfällt."
Schliesslich verweist Willi noch auf die Öffnung des Schweizer Strommarktes, das auch für die WWZ die Chance biete, "Kundenkontakte massiv zu erhöhen". Man gehe die Kunden zwar heute schon proaktiv an, wolle aber "in zwei Jahren bereit sein, den Kunden genauso zu bedienen, wie er es wünscht". In diesem Zusammenhang spricht Willi von einem "Online-Produktberater", mit dem man ein gewünschtes Produkt in wenigen Klicks individuell konfigurieren könne und dafür sofort online eine Offerte erhält. (vri)

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