Xbox 360-Designfehler kosten Microsoft eine Milliarde

6. Juli 2007, 10:04
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    Der "rote Ring des Todes" schlägt zu: Microsoft hat mit der Xbox360 schon viel Geld verloren und nun muss der Sowareriese nochmal eine Milliarde Dollar drauflegen.

    Der "rote Ring des Todes" schlägt zu: Microsoft hat mit der Xbox 360 schon viel Geld verloren und nun muss der Sowareriese nochmal über eine Milliarde Dollar drauflegen.
    Microsoft hat über eine Milliarde Dollar für Xbox 360-Reparaturen beiseite gelegt. Käufer, deren Xbox 360 streikt und dabei auf der Vorderseite drei blinkende rote Lichter zeigt, können diesen Schaden nun in den ersten drei Jahren nach dem Kauf kostenlos beheben lassen. Die Verlängerung der Garantiefrist für diese bestimmte Art von Defekten gilt auch rückwirkend, Microsoft will die User für bereits bezahlte Reparaturen dieser Art auch rückwirkend entschädigen.
    Diese Art von Defekten wurde von Xbox 360-Usern schon in den letzten Jahren in Internetforen oft diskutiert und erhielt Spitznamen wie "der rote Ring des Todes". Nun erklärte Microsoft, dass die Zahl dieser Defekte "unakzeptabel hoch" gewesen sei und räumte indirekt ein, dass Designfehler der Grund dafür waren: Man habe "eine Reihe von Faktoren identifiziert", welche diese Art von generellem Hardwareversagen verursachen können, und habe entsprechende Verbesserungen an der Konsole vorgenommen.
    Welche technischen Probleme genau die Ursache für die "Ringe des Todes" und wie viele User davon betroffen waren, verriet Microsoft nicht. Robbie Bach, der Chef des Unterhaltungs- und Gerätebereichs bei Microsoft erklärte gegenüber der US-Presse lediglich, eine "Mehrheit" der Käufer habe diese Probleme nicht gehabt.
    Microsoft kann zwar für sich beanspruchen, die immer noch insgesamt meistverkaufte Videokonsole der dritten Generation zu produzieren, profitabel war dies aber bisher keineswegs. Microsofts "home and entertainment division", deren Hauptrodukt die Xbox ist, hat gemäss 'Wall Street Journal' in den letzten drei Jahren bereits insgesamt 3,08 Milliarden Dollar an Verlusten angehäuft. Für die Reparaturen kommen nun Rückstellungen zwischen 1,05 und 1,15 Milliarden Dollar hinzu. Bei den gemäss Microsoft bisher rund 11,6 Millionen seit November 05 verkauften Xbox360-Konsolen macht das noch einmal fast hundert Dollar Verlust pro Gerät aus. (Hans Jörg Maron)

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