Xerox will sich in zwei Firmen aufspalten

29. Januar 2016, 13:15
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Aus eins mach zwei: Die Drucker- und Dienstleistungs-Sparten von Xerox sollen in zwei Unternehmen aufgegliedert werden.

Aus eins mach zwei: Die Drucker- und Dienstleistungs-Sparten von Xerox sollen in zwei Unternehmen aufgegliedert werden.
Das IT-Urgestein Xerox spaltet sich in zwei eigenständige Unternehmen auf. In das eine komme das Geschäft mit Geräten und Diensten zur Arbeit mit Dokumenten, das zweite werde Firmen bei der Auslagerung von Geschäftsprozessen beraten. Xerox war am Donnerstag an der Börse gut neun Milliarden Dollar wert.
Mit der Aufspaltung mache Xerox faktisch den Kauf der Software-Firma Affiliated Computer Services für 5,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 wieder rückgängig, berichtet das 'Wall Street Journal'. Die neue Dokumenten-Firma komme nach Zahlen von 2015 auf einen Jahresumsatz von elf Milliarden Dollar und der Outsourcing-Anbieter auf sieben Milliarden Dollar, erklärte Xerox. Zugleich wurde ein Sparprogramm angekündigt, mit dem binnen drei Jahren Kosten von 2,4 Milliarden Dollar wegfallen sollen.
Xerox war einst mit an vorderster Front bei der Entwicklung neuer Computer-Technologien - so sah Steve Jobs im legendären Forschungszentrentrum Xerox PARC seinerzeit den Prototypen einer grafischen Bedien-Oberfläche mit einer Computer-Maus, die später mit dem Macintosh die PC-Bedienung revolutionierte. Später wurde das Unternehmen mit seinen Kopierern aber eher als Büro-Dienstleister wahrgenommen.
Wie ebenfalls vom 'Wall Street Journal' berichtet, wird der für seine aggressive Gangart bekannte Investor Carl Icahn drei Sitze im Verwaltungsrat der neuen Dienstleistungs-Firma bekommen. Er werde auch ein starkes Mitspracherecht bei der Auswahl des Firmenchefs haben. Icahn hielt zuletzt einen Anteil von rund acht Prozent an Xerox und machte Druck für einen Unternehmensumbau. Im vergangenen Quartal ging der Xerox-Umsatz um acht Prozent auf 4,65 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn stieg dagegen auch dank Sparmassnahmen um 43 Prozent auf 285 Millionen Dollar.
Ob und wie Xerox Schweiz von der Aufspaltung betroffen ist, ist zurzeit noch unklar. Country Manager Kaspar Tappolet war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (sda/mik)

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