XP-Service-Pack 3 verursacht Registry-Fehleinträge (sagt Symantec)

26. Mai 2008, 11:41
    image

    Zuletzt vermehrt aufgetretene Falscheinträge in der Registry von XP-PCs, gelöschte Netzwerkverbindungen und leere Gerätemanager sind laut Symantec auf die Installation des Windows Service Pack 3 für XP zurückzuführen.

    Zuletzt vermehrt aufgetretene Falscheinträge in der Registry von XP-PCs, gelöschte Netzwerkverbindungen und leere Gerätemanager sind laut Symantec auf die Installation des Windows Service Pack 3 für XP zurückzuführen. Anfangs war der Hersteller von Antivirensoftware von Microsoft beschuldigt worden, Auslöser der Probleme zu sein. Das wies Dave Cole, Senior Manager für Produktmanagement bei Symantec, nun entschieden zurück, berichtet das Magazin 'PC World'.
    Eingehende Untersuchungen hätten gezeigt, dass sämtliche Probleme auf eine Microsoft-Datei zurückzuführen seien. Einige dieser Probleme seien ausserdem schon nach der Veröffentlichung des Service Pack 2 aufgetreten.
    Vor zwei Wochen, als das Service Pack 3 veröffentlicht wurde, häuften sich die Klagen über Fehleinträge in der Registry, die mit Zeichen wie "$%&" beginnen. Da sich diese meist in den Abschnitten befinden, wo auch die Einstellungen für Symantec-Produkte liegen, wies man die Schuld dem Antivirensoftware-Hersteller zu. Symantec-Techniker sind dem Grund des Phänomens nun jedoch auf die Spur gekommen. Alle Probleme lassen sich auf eine Datei namens "fixccs.exe" zurückführen, die auch schon im Service Pack 2 enthalten war. Die Abkürzung steht für "Fix CCS MaxSubkeyName mismatch" und soll Änderungen in der Registry vornehmen. In einigen Fällen fügt die Anwendung jedoch auch tausende von sinnlosen Einträgen hinzu.
    Die Tatsache, dass sich die meisten Falscheinträge in Bereichen finden, die Symantec-Produkten zugeordnet sind, scheint Zufall zu sein. "Wir haben eine anständige Zahl an Einträgen im Registry und wir sind auf vielen Computern", erklärt sich Cole dieses Zusammentreffen. Auch betroffene XP-User weisen in Internetforen darauf hin, dass diese sinnlosen Einträge nicht ausschliesslich auf Computern zu finden sind, auf denen Symantec-Produkte installiert sind. Symantec bastelt bereits an einem Tool, das die Einträge entfernt. Dabei arbeitet das Unternehmen laut Cole auf der üblichen Basis mit Microsoft zusammen, das anfangs die Schuld allein dem Antivirensoftware-Hersteller zugewiesen hatte. (pte)

    Loading

    Mehr zum Thema

    image

    Cybersecurity bei EY

    Mit dem Cybersecurity Team unterstützen wir bei EY unsere Kundinnen und Kunden bei der Risikominimierung von Cyberangriffen.

    image

    Es wird nichts mit der Deloitte-Lösung Rialto für die Baselstädtische Polizei

    Nun hat's auch die Einführung eines neuen Systems bei der Kapo Basel-Stadt getroffen. Weil keine Offerte kam, muss neu evaluiert werden. Möglicher Verlust: 1,8 Millionen.

    publiziert am 5.10.2022
    image

    Swift schlägt zentrales Gateway für digitale Landeswährungen vor

    Digitale Landeswährungen sind weltweit ein Thema für Zentralbanken. Swift glaubt, dass man sie relativ einfach über einen zentralen Hub vernetzen könnte.

    publiziert am 5.10.2022
    image

    Ein Nachruf: Daniel Hürlimann ist tot

    Daniel Hürlimann wurde Ende letzten Jahres zum ersten Professor für Rechtsinformatik der Schweiz ernannt. Ende September ist er 37-jährig verstorben.

    publiziert am 5.10.2022