Yahoo entschädigt Nutzer

6. Februar 2020, 11:21
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Nach den massiven Daten-Lecks können betroffene Nutzer einen Anspruch auf eine (kleine) Entschädigung anmelden.

Bei Yahoo kam es in den Jahren von 2012 bis 2016 zu zahlreichen Data Breaches, von denen hunderte Millionen Nutzer betroffen waren. Berichten zufolge werden diese nun entschädigt. Denn ein Vergleich stehe kurz davor, von einem Richter endgültig genehmigt zu werden. Das Unternehmen hat die User darüber informiert, dass sie nun entweder Ansprüche auf Kreditüberwachung oder eine Barentschädigung als Teil des vorgeschlagenen Vergleichs einreichen können, schreibt 'The Verge'.
Gemäss 'The Register' beläuft sich der Vergleich auf 117,5 Millionen Dollar. Wer zwischen 2012 und 2016 ein Yahoo-Konto hatte und finanzielle Schäden erlitten habe, habe Anspruch auf "bis zu 358,8 Dollar", so der Bericht.  Online können Betroffene einen Antrag ausfüllen und Angaben dazu machen, welche Kosten der Yahoo-Breach bei ihnen verursachte.
Die Hürden seien aber relativ gross – abgesehen davon, dass sich User an ihre E-Mail-Adresse erinnern müssen. Der Betrag könne ausserdem bedeutend kleiner ausfallen, so 'The Verge'. Um eine Entschädigungszahlung zu fordern, müssen User nachweisen, nach dem Breach Dienstleistungen zur Kreditüberwachung oder zum Identitätsschutz in Anspruch genommen zu haben. Wer dies nicht gemacht habe, könne aber statt dem Geld eine solche Dienstleistung fordern. 

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