Yes, I can. Yes I can. Yes I can.

14. November 2008, 17:03
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Und hier noch unsere Freitagabend-Veranstaltungskritik

Und hier noch unsere Freitagabend-Veranstaltungskritik.
Die Krise, die gibt es gar nicht. Zumindest wenn man sich unter Referenten und Besuchern des diesjährigen Berner 'CNO Panels', zu dem diesen Dienstag die Berater von Sieber&Partners luden, umhörte. Alle, mit denen wir sprachen und deren Ausführungen wir lauschten, waren stolz, hatten keine Probleme, sind optimistisch und vor allem: Sie wissen, wie man Probleme löst. "Yes, sie können".
Stolz ist beispielsweise Preisüberwacher Stefan Meierhans in seinem Amt ausgeheckt worden sind. Auf unsere Frage, ob wir uns nun auch auf tiefere Preise bei Microsoft-Software freuen dürfen, erinnerte er sich aber ganz schnell daran, dass er noch gar nicht mit der Presse spricht und überhaupt in Microsoft-Fragen in den Ausstand treten werde.
Auch nicht übertrieben bescheiden der Vortrag von Ivo Muri, den man als Gründer der Zeit AG kennt. Er erklärte uns erst schnell Finanzkrise, Globalisierung und das Elend mit der Geldwirtschaft, bevor er zügig zur Lösung (eine neue Zeitkultur) kam. Wir blieben etwas ratlos zurück. Der Zustand änderte sich auch nicht wirklich beim Vortrag von Professor Martin Eppler, der uns schlagend bewies, dass sich mittels Visualierung restlos alle Probleme beim Erhalt und Vermittlung von Wissen lösen lassen. Nur einer, nämlich Andreas Mossner, hat am CNO-Panel kein Problem gelöst, sondern eines geschaffen: Wir müssen die Uhr neu lesen lernen.
Danach - nach gefühlten vier Stunden - gab es eine Pause, danach - "Yes, we can" - coole Lösungen für Wissensmanagement bei KPMG und Helvetia und eine Web-2.0-so-beziehe-ich-den-Kunden-in-die-Entwicklung-ein-Lösung von Mammut Sports und zum Schluss den obligaten Spitzensportler (der sympathische Matthias Rusterholz), der sich nun beim Bund mit CMS herumschlägt. Danach gabs Wurst und Sauerkraut.
Was haben wir am CNO-Panel Ausgabe 2008 gelernt? Erstens, dass es möglich ist, die Entwicklung des Universums bis hin zur Vollendung (dem CNO) in einer vertonten Pantomime und in ungefähr drei Minuten zu erzählen. Zweitens, dass alles - von der Finanzkrise bis zu jeglichen Kommunikationsproblemen - eigentlich ganz einfach zu lösen wäre, würden wir nur auf die richtigen Leute hören. Und drittens, dass "die Medien" und ihre elende Stimmungsmache eh an allem schuld sind. Dies auf jeden Fall das Fazit am Referententisch, bevor es jemandem in den Sinn kam, den Schreibenden nach seinem Beruf zu fragen. (Christoph Hugenschmidt)

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