Zahl der IT-Absolventen wächst

31. Januar 2019, 09:20
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In der Schweiz wird die Zahl der ICT-Absolventen in den nächsten Jahren stark steigen. Die neuen Fachkräfte werden aber auch benötigt.

In der Schweiz wird die Zahl der ICT-Absolventen in den nächsten Jahren stark steigen. Die neuen Fachkräfte werden aber auch benötigt.
An seiner gestrigen Sitzung hat der Bundesrat den Bericht über die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den Bildungsbereich verabschiedet. Dieser liefere Kennzahlen zur Entwicklung in den nächsten zwanzig Jahren und vergleiche sie mit der Arbeitsmarktnachfrage, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Ausserdem zeige der Bericht die Bedeutung der Migration für bestimmte Bildungsfelder auf.
Das Schweizer Bildungssystem stehe mit den aktuellen und den erwarteten Entwicklungen des Arbeitsmarkts im Einklang. Zu diesem Fazit kommt der Bundesratsbericht.
Die Gesamtzahl an Studierenden an den Schweizer Hochschulen dürfte zwischen 2017 und 2037 deutlich steigen, geht aus dem Bericht hervor. Damit ist auch mit mehr Hochschulabschlüssen zu rechnen: Bis im Jahr 2037 dürfte fast die Hälfte der 25- bis 65-Jährigen einen Bildungsabschluss auf Tertiärstufe vorweisen können. 2017 lag dieser Anteil bei 43 Prozent. Aber auch die Zahl eidgenössischer Fähigkeitszeugnisse (EFZ) und eidgenössischer Berufsatteste (EBA) sowie von Berufs- und
gymnasialen Maturitäten wird zunehmen.
Wachstum im ICT-Bereich
Besonderen Zulauf wird gemäss dem Bericht das Berufsfeld Informatik und Kommunikationstechnologie haben. Dies gilt für die berufliche Grundbildung wie für die Hochschulebene: Die Zahl der Abschlüsse auf Hochschulebene im ICT-Bereich dürften bis 2037 um 72 Prozent zulegen und bei der beruflichen Grundbildung wird mit einem Plus von 40 Prozent gerechnet.
Anteil ausländischer Abschlüsse hoch
Insgesamt werde das Bildungssystem den aktuellen und erwarteten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gerecht, so das Fazit. Allerdings decke die Schweiz ihren Fachkräftebedarf derzeit auch dadurch, dass viele Personen aus dem Ausland rekrutiert werden. Gerade in der Informatik und Kommunikationstechnologie sowie im Gesundheitswesen sei der Anteil an Personen mit ausländischen Abschlüssen hoch.
Wie gut Angebot und Nachfrage künftig im Einklang stehen, "hängt damit auch entscheidend davon ab, wie sich die Migration entwickelt und wie gut es gelingt, für Bereiche mit besonders hohem Bedarf weiterhin hochqualifizierte Personen in die Schweiz zu holen", heisst es im Bericht.
Das Ausmass der Migration gilt aber als einer der Faktoren, der sich nur schwer vorhersehen lässt. Eine weitere grosse Unsicherheit macht der Bericht bei den Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt aus. (kjo/sda)

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