Zahl der SAP R/3-Anwender schwindet rasch

18. Februar 2008, 16:25
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Momentan sind sie noch knapp in der Mehrheit, nächstes Jahr werden sie eine kleine Minderheit der SAP-Anwender sein.

Momentan sind sie noch knapp in der Mehrheit, nächstes Jahr werden sie eine kleine Minderheit der SAP-Anwender sein.
Gemäss einer aktuellen Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) dürfte sich die Zahl der Installationen von ERP 6.0 bei den Kunden des deutschen Softwareriesen SAP in diesem Jahr noch einmal stark erhöhen, während nur noch wenige bei SAP R/3 bleiben. Schon im vergangegen Jahr ist die Zahl der ERP 6.0-Installationen deutlich gestiegen. Vor einem Jahr hatten erst 15 Prozent der Befragten ERP 6.0 eingeführt, mittlerweile sind es 37 Prozent der 257 DSAG-Mitglieder, die sich an der Umfrage beteiligten. Dazu kommen noch rund zehn Prozent, welche die Vorgängerversion "mySAP ERP 2004" einsetzen. Die "R/3"-Anwender machen also noch etwas mehr als die Hälfte aus.
Im laufenden Jahr planen aber nun zusätzliche 44 Prozent einen Upgrade. Nur eine verschwindende Minderheit von zwei Prozent will noch auf die letzte R/3-Version, "R/3 Enterprise 4.70", umsteigen. Knapp drei Prozent erwägen einen Upgrade auf mySAP 2004 – der grosse Rest von 95 Prozent wird auf ERP 6.0 wechseln. Auch wenn sich bei einigen Unternehmen der Umstieg noch verzögert und sicher nicht alle des Update noch in diesem Jahr abschliessen, dürfte sich damit die Zahl der verbliebenen R/3-Anwender schnell der zehn-Prozent-Grenze nähern.
Die Tendenz spiegelt sich auch bei in den Vertragsformen wieder: Gemäss DSAG haben rund 55 Prozent derzeit schon einen SAP-Business-Suite- (Vorjahr 48 Prozent), rund 35 Prozent einen SAP-ERP- (Vorjahr 41 Prozent) und knapp zehn Prozent einen klassischen SAP-R/3-Vertrag (Vorjahr 11 Prozent).
Ein Drittel der IT-Budgets für's SAP
Die DSAG fragte auch nach den IT-Budgets allgemein. Diese sind bei den SAP-Anwendern offensichtlich gestiegen, und zwar gemäss den Umfrageergebnissen um rund 6 Prozent für das laufenden Jahr. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) dieser Budgets werden für Ausgaben rund um das SAP-System verwendet.
Davon wiederum sollen rund 60 Prozent für Dienstleistungen ausgegeben werden, rund sechs Prozent mehr als letztes Jahr. 23 Prozent sollen in die Software, 18 Prozent in neue Hardware fliessen. (hjm)

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