Zahlen per Fingerabdruck – (erfolgreiche) Realität in den USA

2. Februar 2005, 15:53
  • rechenzentrum
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Zeig her deinen Finger - Der Chef von Thriftway berichtete über die Erfahrungen seiner Supermarktkette mit einem biometrischen Bezahlsystem.

Zeig her deinen Finger - Der Chef von Thriftway berichtete über die Erfahrungen seiner Supermarktkette mit einem biometrischen Bezahlsystem.
Die US-Supermarktkette Thriftway hat bereits seit 2002 ein System im Einsatz, durch das Kunden per Fingerabdruck an der Kasse bezahlen können. Paul Kapioski, Präsident von Thriftway, hat nun an einer Retail-Konferenz über die ziemlich positiven Erfahrungen berichtet, die sein Unternehmen damit gesammelt hat.
Thriftway hatte 2002 in einer Filiale in der Nähe von Seattle einen 60-Tage-Test mit dem Fingerabdrucksystem angesetzt. Aus dem Test wurde – auch auf Wunsch der Kunden, wie Kapioski erklärte – ein Dauerbetrieb. Inzwischen werden auf dem System einige Tausend Transaktionen pro Monat abgewickelt, etwa ein 30% der elektronischen Zahlungen in dieser Filiale.
Kunden, die das System benutzen wollen, müssen zuerst Ihren Fingerabdruck zusammen mit ihren Kreditkarten bei Thriftway registrieren lassen. An der Kasse können sie später die Bezahlung per Fingerabdruck bestätigen und wählen, mit welcher Karte sie die Rechnung bezahlen wollen.
Bedenken wegen des Datenschutzes, berichtete Kapioski weiter, gebe es von Seiten der Kunden her kaum. Man habe sogar neue Kunden gewinnen können. Gerade manche ältere Leute seien froh, wenn sie weder Bargeld noch Kreditkarten bei sich tragen müssten.
Thriftways Hauptmotivation war es, die Kosten der elektronischen Transaktionen zu senken. Durch das Fingerabdrucksystem zahlen seine Kunden vermehrt per Debit- statt per Kreditkarte, so Kapioski. Dies ist für Thriftway pro Transaktion nur etwa halb so teuer, wie wenn Kreditkarten benutzt werden.
Ein weiteres Ziel war es, die Kosten durch Kartenmissbrauch, das heisst vor allem Bezahlungen mit gestohlenen Kreditkarten, zu senken. Mit dramatischem Erfolg: Über das Fingerabdrucksystem hat gemäss Kapioski noch nie jemand einen Betrug versucht, und auch insgesamt sei die Zahl der Missbräuche deutlich zurückgegangen. (Hans Jörg Maron)

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