Zehn mal "Scheisse!"

19. November 2015, 13:05
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Ein Tablet, dass sich alle zwei Minuten neustartet, ein Amiga, der wiederbelebt werden willl: Das sind die verrücktesten Datenverluste 2015.

Ein Tablet, dass sich alle zwei Minuten neustartet, ein Amiga, der wiederbelebt werden will: Das sind die verrücktesten Datenverluste 2015.
Alljährlich berichtet Datenrettunsspezialist Kroll Ontrack von zehn besonders verrückten Fällen, bei denen Daten gerettet werden wollten. Natürlich, es ist schliesslich eine Pressemeldung, ist das auch (fast?) überall gelungen:
10. iPhone-Verschönerung
Eine Italienerin war am Ende des Tages mit Abschminken beschäftigt. Dabei stiess sie versehentlich ihre Abschminklotion um - die natürlich genau über ihr iPhone floss. Alle Daten wurden gerettet.
9. Vom Feuer in die Traufe
Das fiese an Sprinkleranlagen ist, dass sie nicht nur dem zu bekämpfenden Feuer schaden, sondern auch dem Gebäude und seinem Interieur. Der Laptop eines Briten musste deshalb nicht nur einen Brand, sondern auch die daraufhin einsetzende Wasserflut über sich ergehen lassen. Glück für ihn: Die Festplatte überlebte.
8. Heissblütiges Temperament
Manche werfen bei Wutausbrüchen mit Geschirr, eine US-Amerikanerin nahm lieber ihr Notebook. Die Datenrettungsexperten konnten alle Daten retten.
7. Und täglich grüsst das Murmeltier
Das kam den polnischen Spezialisten von Kroll bekannt vor: Ein RAID-Server mit 22 Laufwerken wurde mit einem Datenverlust ins Labor geliefert. Schon wieder. Grund für das erneute Auftauchen: Der Kunde hatte die Laufwerke nach der ersten Wiederherstellung einfach weiter benutzt. So kam eins zum anderen: Kein Backup (schon wieder), der Server brach zusammen (schon wieder) und die Laufwerke landeten beim Spezialisten (schon wieder). Und die Moral von der Geschicht: Benutz ein defektes Laufwerk nicht.
6. Säureattacke
Schauplatz: Polen (schon wieder). "Ich habe Farbverdünner über meinen Laptop geschüttet!", meldete sich ein Klient. Das Gerät überlebte zwar nicht, die Daten aber schon – 100 Prozent konnten gerettet werden.
5. Der Rasenmähermann schlägt zu
Dass die Rasenpflege in Grossbritannien ein beliebtes Hobby ist, ist nichts Neues. Entsprechend viele Unfälle gibt es in diesem Zusammenhang offenbar. Einem Kunden ist doch glatt das Handy unter den Mäher geraten. Über den Ausgang dieser Rettungsaktion schweigt sich Kroll aus.
4. Murphys Gesetz
Nach einem Datenverlust brachte ein Norweger seine defekte Festplatte zu einem Fachmann. Dummerweise hat dort während dem Klonen "eine Putzkraft" die Platte fallen lassen - aus die Maus. Von der vom Pech verfolgten HD konnten schliesslich noch 98,9 Prozent der Daten gerettet werden.
3. Old School Cool
Ein Pole, der tatsächlich noch einen Amiga 600 besitzt, brauchte Hilfe, weil dieser nach 23 Jahren den Geist aufgegeben hat. Dem Kultgerät konnten die Spezialisten noch einmal neues Leben einhauchen. Zum Glück - wie Kroll schreibt, war der Amiga voller Kindheitserinnerungen.
2. Hitzschlag im Server-Exil
Der Admin eines kleinen deutschen Unternehmens hat den Server für Renovationsarbeiten in einen anderen Raum in Sicherheit gebracht - damit der Server von den Arbeiten auch ja keinen Staub abbekommt. Ein Arbeitskollege hatte dummerweise dieselbe Sorge und stellte dem neuen Server-Raum die Belüftungsanlage ab – der Server starb den Hitzetod. 99 Prozent der Daten konnten wiederhergestellt werden.
1. Gone in 60 seconds
Ein Brite liess tatsächlich sein iPad versehentlich aus einem fahrenden Zug fallen – mitten im Nirgendwo. Zwar wurde das Tablet überraschenderweise wiedergefunden, aber es war schwer beschädigt. Die Touch-Oberfläche war zerstört und reagierte nicht mehr. Display, Akku und der Lightning-Stecker waren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem startete das Gerät alle zwei Minuten neu. Das bedeutete, dass für die Datenrettung jeweils nur ein Fenster von wenigen Sekunden blieb, um Daten wiederherzustellen. Dennoch konnten schlussendlich alle gerettet werden. (mik)

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