Zeitenwende beim Bundesamt für Informatik

1. Dezember 2011, 14:39
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Schlechte Noten fürs BIT: Der neue Chef Conti plant grundlegende Neuausrichtung.

Schlechte Noten fürs BIT: Der neue Chef Conti plant grundlegende Neuausrichtung.
Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) bekommt von seinen Kunden laut einer Zufriedenheitsumfrage nur die Gesamtnote 4.5. Mit dieser Note gäben die Kunden dem BIT, nicht zum ersten Mal, "ein klares Zeichen ihrer Unzufriedenheit", heisst es im Editorial des aktuellen BIT-Kundenmagazins 'Eisbrecher'. Das gesteckte Ziel, die Kundenzufriedenheit zu verbessern, habe man klar verfehlt. Bei der letzten Umfrage vor einem Jahr erhielt das BIT die Note 4.6.
Giovanni Conti, seit hundert Tagen BIT-Direktor, schreibt, dass die Geschäftsleitung auf der Basis der Feedbacks fürs nächste Jahr "eine Reihe von dringlichen Massnahmen" definiert habe. Aufgrund des Handlungsbedarfs seien diese Massnahmen "recht zahlreich". Man werde als erstes an den Durchlaufzeiten der Tickets arbeiten. Der "Leidensdruck" im Fall von Störungen habe das BIT bewogen, diesem Thema besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Zweites Thema sind die Kosten, welche die Kunden gemäss der Umfrage als "nicht nachvollziehbar und entsprechend auch als zu hoch" erachten. Das BIT will sich bemühen, die Kosten zu senken.
Das dritte prioritäre Thema ist die "Einstellung" des BIT - das Bundesamt soll kundenorientierter werden. Viertes Thema ist die Überprüfung des Erfolgs des BIT: "Diesen dürfen Sie dann in der nächsten Kundenzufriedenheitsumfrage beurteilen, in welcher Sie uns zeigen werden, wie und wo wir uns verbessert haben. Denn das kann ich Ihnen zusichern: Das BIT will sich verbessern", so Conti.
Abgesehen von diesen Massnahmen plant Conti für 2013 eine grundlegende Neuausrichtung des BITs, wobei vor allem ein Kulturwandel angestrebt wird. Details erläutert Conti in einem ausführlichen Interview mit dem 'Eisbrecher'. (mim)

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