ZKB lanciert offene Schnitt­stelle für externe Vermögens­verwalter

22. November 2021, 10:36
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Die Zürcher Kantonalbank hat einen offenen Standard für externe Vermögensverwalter und Custody Services geschaffen. Die APIs sollen ab Anfang 2022 zur Verfügung stehen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gab in einer Mitteilung bekannt, dass sie einen offenen Standard für externe Vermögensverwalter und Custody Services geschaffen hat. Mit der Software soll eine Anbindung von Drittsystemen sowie ein digitaler Datenaustausch gewährleistet werden. Hierzu will das Finanzinstitut per Anfang 2022 eine standardisierte Schnittstelle im Open-Banking-Prinzip für den Bezug von Transaktionen und Positionen bereitstellen. Die OpenWealth API soll externen Vermögensverwaltern und Custody-Kunden den Bezug von Daten ermöglichen und somit die Darstellung von Kundenportfolios auch in Drittsystemen erlauben.

SIX bLink als Intermediär

Die Verwaltung und der Aufbau der Verbindungsmöglichkeiten basieren auf dem Open-Banking-Prinzip. Die API-Plattform der ZKB wird gemäss der Pressemitteilung mit SIX bLink als Intermediär ausgebaut. Mit dem Ökosystem von bLink sind neben der ZKB bereits die UBS, Credit Suisse und die St.Galler Kantonalbank (SGKB) verbunden.
Die grösste Schweizer Kantonalbank will damit den Grundstein für weitere Open-Banking-Geschäftsfälle legen. "Mit der Einführung der OpenWealth API modernisieren wir die Dienstleistungen für unsere externen Vermögensverwalter- und Custody-Kunden von Grund auf", sagt Regina Kleeb, Leiterin Produktmanagement Anlage- & Vorsorgegeschäft der ZKB.

Open Finance soll ausgebaut werden

Die Umsetzungen der API resultieren aus der Mitgliedschaft der Kantonalbank im Verein OpenWealth Association. Dieser hat zum Zweck, Schnittstellen im Bereich der Vermögensverwaltungs-Firmen zu standardisieren, sowie die IT-Infrastrukturen für ihre Custody-Kunden und externen Vermögensverwalter zu erneuern. Seit Anfang Jahr können bereits die ersten Buchhaltungs-Lösungen mit standardisierten Schnittstellen angebunden werden, mit OpenWealth folgt nun der nächste Fachbereich. Mit der Realisierung des API-Programms unterstützt die Bank laut eigenen Angaben die Bestrebungen der Branche, die Open-Finance-Geschäftsmodelle weiter auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz zu stärken.

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